Die Füchse Berlin haben im Spitzenspiel der Handball-Champions-League gegen den ungarischen Topclub Veszprém HC eine deutliche Niederlage kassiert. Der Handball-Bundesligist unterlag am Mittwochabend im zweiten Gruppenspiel mit 29:35 (16:21) und verlor damit die Tabellenführung an den Mitfavoriten. Zehn Tore des Berliner Welthandballers Mathias Gidsel reichten nicht, um die Partie noch zu drehen.
Die Hausherren hielten zunächst zehn Minuten lang mit, ehe die Abwehr auseinanderfiel. Fehlpässe, Ballverluste und vergebene Großchancen prägten das Spiel der Berliner. Bereits nach 17 Minuten lagen die Ungarn beim 12:6 mit doppelt so vielen Toren in Führung. Nach 22 Minuten betrug der Rückstand sogar sieben Tore. Die über 7.000 Zuschauer in der Halle sahen eine intensive Partie mit vielen Zweikampfduellen.
Besonders unangenehm verlief der Abend für Nationalspieler Matthes Langhoff. Er musste mehrere Gesichtstreffer einstecken und lag dreimal auf dem Boden. Nach einer deutlichen Ansprache von Trainer Nicolej Krickau in der Pause agierte die Berliner Defensive in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt. Auch Gidsel steigerte sich und führte sein Team zurück ins Spiel.
Als Tobias Gröndahl die Chance zum 25:25-Ausgleich hatte, keimte bei den Heimfans wieder Hoffnung auf. Doch der Füchse-Profi vergab den Siebenmeter, und die Ungarn zogen anschließend wieder davon. Am Ende stand eine verdiente 29:35-Niederlage, die die Berliner in der Tabelle zurückwirft.
In dieser Saison wird die Champions League zunächst in sechs Vorrundengruppen mit je vier Mannschaften ausgetragen. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen die Hauptrunde, die in zwei Sechsergruppen fortgesetzt wird. Die Füchse Berlin hatten in den vergangenen zwei Jahren jeweils das Finale erreicht und gehören damit weiterhin zu den Topteams Europas. Die Niederlage gegen Veszprém ist daher ein Rückschlag, aber noch keine Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in die Hauptrunde.

