Der Schriftsteller und Künstler Janosch ist im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa gestorben. Mit seinen Kinderbüchern und Bildern, allen voran der Tigerente, hat er über Jahrzehnte Generationen von Kindern begleitet. Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich am Dienstag rasch.

Janosch war der Schöpfer der Tigerente und zahlreicher weiterer Kinderbücher. Seine Geschichten gelten als lustig, anarchisch frech und zugleich oft etwas wehmütig. Mit Tiger, Bär und Tigerente schuf er Figuren, die in vielen Kinderzimmern zum festen Bestandteil wurden und bis heute bekannt sind.

Hinter den liebevoll gezeichneten Figuren steckte auch eine ganz andere, schwere Lebensgeschichte. Janoch, der mit bürgerlichem Namen Horst Eckert hieß, verbrachte seine Kindheit unter harten Bedingungen. Diese persönlichen Erfahrungen fanden sich in seinem Werk nicht als Klage, sondern in einer besonderen Mischung aus Humor und Melancholie wieder.

Neben dem Schreiben war Janosch auch als bildender Künstler tätig. Seine Zeichnungen und Illustrationen trugen wesentlich dazu bei, dass seine Geschöpfe ein unverwechselbares Gesicht erhielten. Die Verbindung von Text und Bild gehörte zu den Merkmalen seiner Arbeit, die ein breites Publikum erreichte.

Janosch zog sich in seinen späteren Jahren nach Teneriffa zurück, wo er nun gestorben ist. Mit seinem Tod verliert die deutschsprachige Kinderliteratur eine ihrer prägendsten Stimmen. Seine Bücher bleiben jedoch in Bibliotheken, Familien und Kindergärten präsent und werden weiterhin gelesen.

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Theresa Jungmann

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Reporterin

Theresa Jungmann berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.