Der US-Softwarekonzern Microsoft bietet rund einem Viertel seiner weltweiten Belegschaft Abfindungen an. Bis zu 60.000 Beschäftigte könnten das Angebot nutzen. Das Unternehmen will mit dem Programm Kosten senken, um milliardenschwere Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu ermöglichen.
Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman am Montag. Das Angebot gilt also in vier Ländern. In einem Memo an die Belegschaft schrieb Coleman, der Konzern wolle damit « mehr Flexibilität » schaffen. Nach Angaben aus den Berichten ist es bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.
Hintergrund der Maßnahme sind Befürchtungen, der KI-Boom werde zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen. Bill Gates, der das Unternehmen mitgegründet hat, hatte erst im August in einem Blogbeitrag vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen durch KI gewarnt. Vor allem junge Menschen hätten künftig kaum noch Chancen, eine Stelle zu finden, warnte der Unternehmer.
Parallel steigert der Konzern seine Ausgaben für Künstliche Intelligenz deutlich. Microsoft beziffert seine Investitionen in Rechenzentren und Chips für KI im laufenden Jahr auf 130 bis 145 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 116 bis 129 Milliarden Euro. Das wäre fast doppelt so viel wie im Jahr 2025.
Ende Juni beschäftigte der Konzern 223.000 Menschen, rund 5000 weniger als Ende des vergangenen Jahres. Der Personalabbau läuft damit parallel zu den massiv steigenden Ausgaben für die Zukunftstechnologie, die das Unternehmen als Schwerpunkt seiner Strategie setzt.
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