Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will die globale Wirtschaftskrise gemeinsam mit seinen internationalen Amtskollegen bekämpfen. Der SPD-Chef reist dazu zum Treffen der G20-Finanzminister in die US-Stadt Asheville. Vor seiner Abreise machte er deutlich, dass alle Staaten ihren Beitrag leisten müssten, damit die massiven globalen Unsicherheiten abnehmen. Die Wirtschaft wieder anzukurbeln, gehört zu den wichtigsten Zielen der Bundesregierung.

Klingbeil drängt dabei auf ein Ende des Iran-Kriegs und auf offene Seewege durch die Straße von Hormus. Diese Passage ist für den weltweiten Öltransport von zentraler Bedeutung. Handelskonflikte und Wettbewerbsverzerrungen nannte der Finanzminister ausdrücklich „Gift für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit“. Er betonte, dass die Bundesregierung voll auf Investitionen und Reformen setze.

„Ich will, dass uns weltweite Krisen nicht mehr so hart treffen können wie zuletzt der Iran-Krieg“, sagte Klingbeil mit Blick auf die deutsche Wirtschaft. Um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, setzt die Regierung nach seinen Worten auf den Ausbau erneuerbarer Energien sowie auf Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese Bereiche sollen Deutschland unabhängiger von internationalen Krisen machen.

Das Treffen der Finanzminister der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer findet in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina statt. Es dient traditionell dem Austausch über die Lage der Weltwirtschaft und über gemeinsame wirtschaftspolitische Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Für Klingbeil ist es eine der ersten Gelegenheiten, die deutsche Position in diesem Kreis zu vertreten.

Die Bundesregierung sieht sich angesichts der weltweiten Unsicherheiten in der Pflicht, Wachstumsimpulse zu setzen. Neben der Außenpolitik gehe es vor allem darum, die heimische Konjunktur zu stärken. Investitionen in zukunftsträchtige Technologien und die Energiewende spielen dabei eine zentrale Rolle. Klingbeil will diese Strategie nun auch international abstimmen.

Niklas Gerhardt

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Politischer Korrespondent

Niklas Gerhardt berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.