Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten will bestimmte Vorgaben für Methanimporte um ein Jahr verschieben. Die Sorge: Die Regeln könnten dazu führen, dass es bei den Energieimporten zu Engpässen kommt.

Die Anforderungen betreffen konkret Methanimporte. Nach den vorliegenden Informationen hat sich die Mehrheit der Mitgliedstaaten darauf verständigt, deren Inkrafttreten um zwölf Monate hinauszuzögern. Der Bericht des Deutschlandfunks nennt als zentralen Beweggrund die Befürchtung möglicher Lieferprobleme bei Energie, die über den Import ins Gebiet der Union gelangt.

Offen bleibt, um welche Regeln im Einzelnen es geht und wie sie konkret ausgestaltet sind. Auch der formale Stand der Entscheidung ist derzeit nicht abschließend geklärt, ebenso der Zeitpunkt, zu dem eine verbindliche Festlegung getroffen werden soll. Ebenfalls nicht bekannt ist, welche Länder der Verschiebung widersprochen haben oder sich enthalten.

Für die Energieversorgung in Europa ist das Thema von Bedeutung, weil Methan ein wichtiger Bestandteil der Energieeinfuhren ist. Ein Aufschub soll den Lieferanten und Importeuren mehr Zeit geben, sich auf neue Vorgaben einzustellen, ohne dass die Versorgung gefährdet wird. Wie sich die Verschiebung auf Preise und Verfügbarkeit auswirkt, lässt sich auf Basis der bisher vorliegenden Angaben nicht beurteilen.

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Nora Dietrich

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Nachrichtenredakteurin

Nora Dietrich berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.