Sandro Mazzola, Europameister von 1968 und eine der prägendsten Figuren des italienischen Fußballs, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Mazzola verbrachte seine gesamte Profikarriere bei Inter Mailand und wurde dort zur Klubikone.

Der Offensivspieler trug von 1960 bis 1977 das Trikot der Nerazzurri. In dieser Zeit gewann er mit Inter vier italienische Meisterschaften sowie zweimal den Europapokal der Landesmeister. Damit gehörte er zu jener Mannschaft, die unter Trainer Helenio Herrera in den 1960er Jahren die große Ära von Inter Mailand prägte.

Seinen größten Erfolg mit der Nationalmannschaft feierte Mazzola bei der Europameisterschaft 1968 in Italien. Die Squadra Azzurra gewann damals den Titel im eigenen Land. Mazzola war Teil jener Auswahl, die sich im Finale gegen Jugoslawien durchsetzte und damit den ersten Europameistertitel für Italien überhaupt errang.

Mazzola wurde 1942 als Sohn des legendären Fußballers Valentino Mazzola geboren. Sein Vater kam 1949 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, als die Mannschaft des AC Turin auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel war. Sandro Mazzola war damals sieben Jahre alt. Trotz dieser frühen Tragödie trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde selbst zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des italienischen Sports.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Mazzola dem Fußball eng verbunden. Er arbeitete unter anderem als Funktionär und Kommentator und war über Jahrzehnte eine vertraute Stimme im italienischen Fußball. Bei Inter Mailand genießt er bis heute den Status einer Legende.

Die Nachricht von seinem Tod löste in Italien und darüber hinaus große Anteilnahme aus. Fans und Weggefährten würdigten ihn als einen der größten Spieler seiner Generation. Mazzola hinterlässt eine Lücke im italienischen Fußball, der mit ihm einen Europameister und eine der prägenden Figuren der Nachkriegszeit verliert.

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Nora Dietrich

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Nachrichtenredakteurin

Nora Dietrich berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.