Die Organisatoren des Sydney-Marathons haben einen peinlichen Patzer bei der Gestaltung ihrer Finisher-Medaille eingeräumt. Auf der Vorderseite der Auszeichnung, die am 30. August an alle Läuferinnen und Läufer überreicht werden soll, sind die berühmtesten Wahrzeichen der australischen Metropole abgebildet – das Opernhaus, die Harbour Bridge und, wie sich nun herausstellte, fälschlicherweise auch die Allianz-Arena in München.
Ein Sprecher des Veranstalters bestätigte am Sonntag, dass bei der Gestaltung ein Fehler unterlaufen sei. „Ein bisschen zu viel internationales Flair“ habe den Weg auf die Medaille gefunden, sagte er und sprach von einem „unglücklichen Fehler“. Dieser habe allerdings für „überwiegend“ heiteren Gesprächsstoff gesorgt. Das bayerische Stadion, Heimspielstätte des FC Bayern München, sei versehentlich auf die Medaille geraten, obwohl es nicht an der Laufstrecke in Sydney liegt.
Die Münchner Allianz-Arena reagierte auf das Missgeschick mit Humor. Auf ihrem Instagram-Auftritt kommentierte der Verein die Verwechslung augenzwinkernd. Auch in den sozialen Netzwerken sorgte der Fauxpas für Erheiterung und Spott. Ein Nutzer mutmaßte, dass die Gestalter das Allianz Stadium in Sydney, das unter anderem für Rugby-Partien genutzt wird, mit der Allianz-Arena in München verwechselt haben könnten. Die Namensähnlichkeit der beiden Stadien dürfte demnach die Ursache für den Fehler gewesen sein.
Die Medaille wird allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern überreicht, die die 42,195 Kilometer lange Strecke bewältigen und ins Ziel einlaufen. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit mehr als 40.000 Läuferinnen und Läufern. Für sie wird die Erinnerungsmedaille nun wohl ein besonders kurioses Andenken – schließlich ziert ein Stück bayerische Fußballgeschichte eine Auszeichnung, die eigentlich die Sehenswürdigkeiten Sydneys zeigen soll.
Der Sydney-Marathon zählt zu den größten Laufveranstaltungen Australiens und führt die Teilnehmer an den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt vorbei. Dass ausgerechnet ein Münchner Stadion auf der Medaille gelandet ist, dürfte bei vielen Läufern für Schmunzeln sorgen – und die Medaille womöglich zu einem begehrten Sammlerstück machen.

