Die Extremsportler Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski haben Europa mit dem Fahrrad umrundet. Nach 127 Tagen ohne einen einzigen Ruhetag kehrten die beiden am Wochenende nach München zurück, wo sie am 25. April gestartet waren. Insgesamt legten sie rund 24.000 Kilometer zurück und durchquerten dabei 27 Länder.
„Jeden Tag neun Stunden im Sattel über einen so langen Zeitraum ohne Ruhetag zehrt an den Reserven – zumal die Versorgungsmöglichkeiten speziell in Osteuropa sehr schwierig waren“, sagte Deichmann. Die Route führte die beiden zunächst nach Italien, anschließend radelten sie im Uhrzeigersinn entlang der europäischen Grenzen. Wegen des russischen Angriffskriegs umfuhren sie Russland und die Ukraine.
Ein Begleitteam gab es nicht: Rutkowski und Deichmann mussten ihr Gepäck und den Proviant selbst transportieren. Trotz der Strapazen zeigte sich der 39-Jährige begeistert von der Tour. Die Vielfalt der Landschaften in den bereisten Ländern, „die Gastfreundschaft und die vielen schönen Begegnungen quer durch Europa haben uns sehr begeistert“, betonte er.
Deichmann ist für extreme sportliche Herausforderungen bekannt. Bereits früher absolvierte er im und um das Triathlon-Mekka Roth 120 Langdistanzen – jeweils 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen – an 120 aufeinanderfolgenden Tagen. Bei diesem Projekt lernte er Rutkowski kennen, die früher als Lehrerin arbeitete und ihn auf einigen Etappen begleitet hatte.
Schon bald steht das nächste Vorhaben an: Vom 24. September bis zum 30. Oktober will Deichmann für die Charity-Initiative „MOVE IT! Gemeinsam mehr bewegen“ 30 Marathons an 30 aufeinanderfolgenden Tagen quer durch Baden-Württemberg laufen. Die Umrundung Europas war für das Paar nach eigenen Angaben eine der größten Herausforderungen seiner Sportkarriere – nicht nur wegen der Distanz, sondern auch wegen der logistischen Schwierigkeiten unterwegs.

