An einem unbeschrankten Bahnübergang in Eggesin im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist am Vormittag ein Auto mit einem Regionalexpress zusammengestoßen. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Die 69 Jahre alte Autofahrerin und der Triebwagenführer erlitten jedoch einen Schock.

Der Regionalexpress RE 13208 von Ueckermünde nach Torgelow war zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes mit 30 Fahrgästen besetzt. Die Reisenden konnten ihre Fahrt den Angaben zufolge mit einem Bus fortsetzen. Ersten Ermittlungen zufolge traf der Zug das Heck des Autos und drehte den Wagen so, dass er quer zum Straßenverlauf zum Stehen kam.

An der Unfallstelle gilt für Autos eine Geschwindigkeitsbegrenzung von zehn Kilometern pro Stunde. Der Sachschaden am Zug wurde auf 3.000 bis 5.000 Euro beziffert, der am Auto auf etwa 10.000 Euro. Wegen des Unfalls kam es im Bahnverkehr zu sieben Teilausfällen und Verspätungen. Die Strecke war rund zweieinhalb Stunden gesperrt.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem ähnlichen Unglück auf Rügen: Erst am vergangenen Mittwoch waren an einem unbeschrankten Bahnübergang in Baabe die Touristenbahn „Rasender Roland“ und ein Auto zusammengestoßen. Der 64 Jahre alte Autofahrer hatte die Kleinbahn offensichtlich übersehen, wie die Polizei mitteilte. Weder der Autofahrer noch die über 100 Fahrgäste in dem Zug wurden verletzt.

Theresa Jungmann

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Theresa Jungmann berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.