Schwere Unwetter haben in weiten Teilen Baden-Württembergs und der angrenzenden Schweiz erhebliche Schäden verursacht. Rettungskräfte waren in der Nacht zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt, wie die Behörden mitteilten. Besonders betroffen waren die Region um den Bodensee sowie angrenzende Gebiete, wo Hagel und Sturmböen binnen kurzer Zeit große Verwüstung anrichteten.

Allein in Baden-Württemberg wurden nach ersten Erkenntnissen rund 100 Häuser abgedeckt. Die Feuerwehren waren vielerorts stundenlang im Einsatz, um provisorische Abdeckungen anzubringen und weitere Schäden zu verhindern. In der Schweiz, insbesondere in den Kantonen nahe der deutschen Grenze, meldeten die Behörden ebenfalls zahlreiche wetterbedingte Einsätze. Verletzte gab es nach bisherigem Stand nicht, allerdings entstand ein erheblicher Sachschaden.

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld vor schweren Gewittern mit Hagel und Sturmböen gewarnt. Die Unwetterfront zog in der Nacht über den Süden Deutschlands hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. In mehreren Ortschaften waren Straßen überflutet, Bäume stürzten um und blockierten Verkehrswege. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Besonders betroffen ist der Bahnverkehr am Bodensee. Mehrere Bahnstrecken in der Region sind derzeit blockiert, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Reisende müssen sich auf erhebliche Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Aufräumarbeiten auf den Gleisen dauern an, ein Ende der Sperrungen ist vorerst nicht absehbar. Die Bahn empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren.

Die Unwetterlage hatte sich am Abend rasch aufgebaut. Warme und feuchte Luftmassen trafen auf eine Kaltfront, was zu einer raschen Bildung von Gewitterzellen führte. In kurzer Zeit fielen große Hagelkörner, die Dächer beschädigten und Autos zerstörten. Auch Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde wurden gemessen. Die Feuerwehren in der Region waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, unterstützt von Technischem Hilfswerk und Polizei.

Die Schadensbilanz ist noch nicht abschließend geklärt. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der betroffenen Gebäude weiter steigen könnte, da viele Schäden erst bei Tageslicht sichtbar werden. Versicherungsexperten rechnen mit einem hohen wirtschaftlichen Schaden. In einigen Gemeinden wurde der Katastrophenschutz alarmiert, um bei der Bewältigung der Folgen zu helfen.

Für die kommenden Tage kündigten die Meteorologen eine Beruhigung der Wetterlage an. Die Gewitterneigung soll deutlich abnehmen, die Temperaturen bleiben jedoch wechselhaft. Die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Behörden bitten die Bevölkerung, unbeschädigte Bereiche zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.