Der deutsche Schauspieler Andreas Hoppe, der als „Tatort“-Kommissar Mario Kopper aus Ludwigshafen einem breiten Fernsehpublikum bekannt wurde, ist tot. Er starb im Alter von 66 Jahren. Wie seine Agentur Engelspost unter Berufung auf die Familie mitteilte, verstarb Hoppe bereits am 17. August unerwartet. Der Schauspieler lebte in Berlin.
Hoppe spielte von 1996 bis 2018 an der Seite von Ulrike Folkerts, die in der Krimireihe die Kommissarin Lena Odenthal verkörpert. Insgesamt war er in 57 Folgen des SWR-„Tatorts“ zu sehen. Sein Auftakt trug den Titel „Der kalte Tod“. Mehr als zwei Jahrzehnte prägte er die Figur des Mario Kopper, die italienische Wurzeln hatte, gerne kochte und für einen gemütlichen Ton in der Serie sorgte. Zuletzt lebten die beiden Kommissare in einer Wohngemeinschaft.
Ulrike Folkerts zeigte sich tief betroffen von Hoppes Tod. „Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist“, wird sie in einer Mitteilung zitiert. „Uns verbinden nicht nur 21 Jahre ‚Tatort‘ Ludwigshafen, Lena und Kopper, wir kannten uns bereits aus den Jahren 1982 bis 1986, waren wir doch an derselben Schauspielschule, in derselben Schauspielklasse, haben zusammen die ersten Schritte Richtung Bühne gewagt.“ Sie ergänzte: „Andi, das war viel zu früh, du warst so ein besonderer Typ! Mein tiefes Mitgefühl für all diejenigen, die zuletzt ganz nah bei dir waren! Ciao Kopper.“
SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Hoppe als nahbar und glaubwürdig, „immer mit dem Herz am rechten Fleck“. Er habe den „Tatort“ bereichert und geprägt. „Wir sind bestürzt, dass dieser großartige Schauspieler und Künstler so früh von uns gegangen ist“, erklärte Gniffke.
Hoppe, geboren am 1. Juni 1960 in Berlin, hatte das Engagement beim „Tatort“ einst als Ritterschlag bezeichnet. Nach seinem Ausstieg 2018 stand er unter anderem für das ZDF, RTL und Sat.1 vor der Kamera. Er wirkte in Filmen wie „Esperanza“ (2006) und der Miniserie „Die Triffids – Pflanzen des Schreckens“ (2009) mit. Auch in den Serien „Das Traumschiff“ und „Rosamunde Pilcher“ war er zu sehen. In den 1990er Jahren gehörte er zu den Ensembles mehrerer Berliner Theater.
Neben der Schauspielerei war Hoppe auch als Autor tätig. Er verfasste ein Sizilien-Kochbuch und thematisierte in dem 2009 erschienenen Buch „Allein unter Gurken“ die Ernährung mit regionalen Lebensmitteln. Für Umwelt und Natur engagierte er sich ebenfalls: In seinem autobiografischen Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ (2019) beschäftigte er sich mit der Frage, wie ein Miteinander von Tieren und Menschen aussehen könnte.
Der SWR sendet an diesem Mittwochabend um 22.00 Uhr zum Gedenken an Andreas Hoppe die letzte „Tatort“-Folge, für die er vor der Kamera stand. Sie trägt den Titel „Kopper“.

