Der neue BMW iX3 hat ein Jahr nach seiner Premiere allein in Europa 100.000 Bestellungen erhalten. Wie der Münchner Automobilhersteller mitteilt, ist dies der erfolgreichste Start eines Modells in der Geschichte des Unternehmens im ersten Jahr der Verfügbarkeit. Der iX3 ist das erste Fahrzeug der sogenannten Neuen Klasse, einer neuen Generation von Modellen, in der eine Reihe neuer Technologien zum Einsatz kommt.
„100.000 Bestellungen innerhalb eines Jahres sind ein großartiger Start für die Neue Klasse, deren Roll-out weiter an Geschwindigkeit gewinnt“, sagte Vertriebsvorstand Jochen Goller. „Dies gibt uns zusätzlichen Antrieb für die Zukunft der Elektromobilität.“ Die Zahl unterstreicht die wachsende Bedeutung des Elektroautos für BMW: Seit der Vorstellung des iX3 macht er in Europa etwa ein Drittel aller Elektroauto-Bestellungen der Marke aus. Innerhalb der X3-Familie entfallen derzeit rund die Hälfte aller Bestellungen auf Elektroautos – deutlich mehr als im Markendurchschnitt.
BMW hatte im vergangenen Jahr weltweit knapp 2,17 Millionen Fahrzeuge seiner Kernmarke ausgeliefert, darunter 336.000 reine Elektroautos. Die 100.000 Bestellungen für den iX3 allein in Europa verdeutlichen, welches Gewicht das Modell für den Konzern hat. Auch in anderen Märkten wie China, wo der iX3 seit kurzem bestellbar ist, verzeichnet BMW großes Interesse, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.
Die Neue Klasse ist für BMW von zentraler Bedeutung. Bis Ende 2027 will das Unternehmen insgesamt 40 neue und überarbeitete Modelle mit Technologien dieser Generation auf den Markt bringen. Ende des Monats starten die Bestellungen für den i3, das nach dem iX3 zweite Modell der Neuen Klasse. Zwar kommen mit dem iX3 und dem i3 zunächst Elektroautos auf den Markt, die Technologien sollen aber auch in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden.
Der Erfolg des iX3 fällt in eine Zeit, in der die Elektromobilität in Europa weiter an Fahrt aufnimmt. Erst vor kurzem hat auch Volkswagen Bestellzahlen für ein neues Elektroauto genannt: Beim ID. Polo sind es 30.000. Das Modell ist allerdings erst seit April dieses Jahres bestellbar. Der Vergleich zeigt, wie stark der iX3 im europäischen Markt positioniert ist.
Für BMW ist die Neue Klasse ein strategisches Projekt, das die Zukunft des Unternehmens im Elektrozeitalter sichern soll. Die hohe Nachfrage nach dem iX3 dürfte den Münchnern Rückenwind für den weiteren Roll-out geben. Mit dem i3 steht bereits das nächste Modell in den Startlöchern, das ebenfalls auf der neuen Technologie basiert.

