US-Präsident Donald Trump richtet für seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping ein Staatsbankett im Weißen Haus aus. Zu dem Empfang am Donnerstag werden nach Informationen von Insidern auch mehrere Spitzenmanager großer US-Unternehmen erwartet. Die Gästeliste wurde vorab bekannt.

Die Zusammenkunft fällt in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen Washington und Peking. Der Handel, technologische Rivalitäten und geopolitische Spannungen prägen das Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften. Umso größere Bedeutung wird dem Treffen der beiden Staatschefs beigemessen.

Unter den geladenen Konzernchefs ist einem Bericht zufolge auch ein Manager, der Xi Jinping erst kürzlich in einem Interview ausdrücklich gelobt hatte. Weitere Namen der Gästeliste wurden zunächst nicht vollständig bestätigt. Das Weiße Haus äußerte sich nicht offiziell zu den Teilnehmern.

Die Anwesenheit führender Wirtschaftsvertreter bei einem Staatsbankett für den chinesischen Präsidenten ist ungewöhnlich und unterstreicht die wirtschaftliche Dimension des Treffens. US-Unternehmen sind stark von den Handelsbeziehungen mit China abhängig, zugleich wächst der Druck, sich aus bestimmten Technologiebereichen zurückzuziehen.

Das Bankett ist Teil des offiziellen Programms, mit dem Trump seinen chinesischen Gast empfängt. Beobachter werten die Zusammenkunft als Versuch, die Kommunikation zwischen beiden Regierungen auf höchster Ebene aufrechtzuerhalten, auch wenn in zentralen Streitfragen weiterhin keine Annäherung erkennbar ist.

Die Beziehungen zwischen Washington und Peking gelten seit Jahren als belastet. Handelskonflikte, Sanktionen und der Streit um Technologieunternehmen haben das Klima verschlechtert. Ein Staatsbankett dieser Art bietet beiden Seiten die Gelegenheit, Signale der Gesprächsbereitschaft zu senden, ohne inhaltliche Zugeständnisse machen zu müssen.

Für die eingeladenen US-Manager bedeutet die Teilnahme an dem Empfang einerseits Zugang zur politischen Spitze, andererseits birgt sie ein Risiko: In den USA wird die Nähe zu China in Teilen der Politik kritisch gesehen. Die Unternehmensvertreter dürften daher auf eine zurückhaltende Außendarstellung achten.

Ob das Treffen konkrete Ergebnisse für die Wirtschaftsbeziehungen bringt, ist offen. Die Erwartungen an ein solches Bankett sind traditionell eher symbolischer Natur. Dennoch gilt die Gästeliste als Indikator dafür, welche Branchen und Unternehmen von der US-Regierung als strategisch wichtig eingestuft werden.

Das Weiße Haus hat bislang keine offizielle Bestätigung der Teilnehmerliste veröffentlicht. Die Informationen stammen aus Kreisen, die mit der Vorbereitung des Empfangs vertraut sind. Eine endgültige Bestätigung steht aus.

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Theresa Jungmann

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Theresa Jungmann berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.