Nach der Reise von US-Vermittlern nach Moskau und Kiew haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine „aggressiven Pläne“ in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten. Das Gespräch dauerte nach seinen Angaben etwa eine Stunde.

Der Kremlchef habe Trump zudem eine „objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld“ gegeben, so Uschakow weiter. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA „real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können“. Moskau sei vom US-amerikanischen Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen.

Washington bemüht sich seit Monaten, Russland zu einem Ende des Ukraine-Krieges zu bewegen. US-Sondervermittler Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner waren am vergangenen Wochenende zu Gesprächen nach Moskau und Kiew gereist. Nennenswerte Fortschritte in Richtung einer Friedenslösung wurden dabei nicht bekannt. Nach der Abreise der US-Unterhändler hat Russland die Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder aufgenommen.

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen den Nachbarn Ukraine. Die Gespräche zwischen Trump und Putin sind Teil der anhaltenden Bemühungen der US-Regierung, einen Friedensschluss zwischen den beiden Kriegsparteien zu erreichen. Die erneute Eskalation in Kiew zeigt jedoch, dass eine Einigung weiterhin in weiter Ferne liegt.

Theresa Jungmann

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Theresa Jungmann berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.