Bombendrohungen haben in Europa erneut den Flugverkehr gestört: Mehrere Passagierflugzeuge mussten ihren Kurs ändern und auf Ausweichflughäfen landen. Betroffen waren unter anderem drei Flüge, die einen Bezug zu Italien hatten, entweder als Ziel oder als Startpunkt. Die Maschinen wurden nicht an ihrem vorgesehenen Zielort abgefertigt, sondern landeten auf alternativen Flughäfen, nachdem die Drohungen bekannt geworden waren.
Es handelt sich um eine zweite Welle von Drohungen innerhalb derselben Woche. Bereits früher in dieser Woche hatten Drohungen den Betrieb von mindestens sieben Flügen beeinträchtigt. Der zeitliche Abstand zwischen den beiden Wellen lässt vermuten, dass der Flugverkehr in dieser Phase gezielt unter Druck gesetzt wurde, doch dafür gibt es bislang keine belastbaren Belege. Ob und wie die einzelnen Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist nicht bestätigt, und die Behörden haben keinen gemeinsamen Ursprung benannt.
Die Fluggesellschaften reagierten, indem sie ihre Maschinen umleiteten und die Flugpläne anpassten. Die Passagiere mussten mit Verspätungen und Umbuchungen rechnen, weil die Ersatzflughäfen nicht die vorgesehenen Ziele waren. Um mindestens eines der betroffenen Flugzeuge zu begleiten, wurden Militärflugzeuge eingesetzt. Dieser Schritt zeigt, wie ernst die Sicherheitsbehörden die Lage nahmen, auch wenn die Drohungen sich am Ende nicht bestätigten.
Nach einer Durchsuchung in Dänemark wurden keine Sprengstoffe gefunden. Der Fund-Check gab damit Entwarnung für den betroffenen Flug, ohne dass die Drohung als Scherz oder als echte Gefahr eingeordnet werden konnte. Eine vollständige Liste der betroffenen Fluggesellschaften und Flughäfen liegt nicht vor, sodass unklar bleibt, in welchem Umfang der Flugverkehr insgesamt beeinträchtigt wurde.
Offen bleibt auch, wer hinter den Drohungen steckt. Die Urheber sind bislang nicht identifiziert, und es gibt keine Angaben darüber, ob die Drohungen mit einer bestimmten Motivation oder einem bestimmten Personenkreis in Verbindung stehen. Für Reisende bedeutet die Lage vor allem, dass Verbindungen über Italien und andere europäische Drehkreuze kurzfristig ausfallen oder umgeleitet werden können. Ob weitere Drohungen folgen, ist derzeit nicht absehbar.
Quelle: welt.de
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