In der Straße von Hormus ist ein Öltanker auf eine Mine gelaufen. Zudem wurden Brände an Schiffen in der Meerenge gemeldet, dazu kamen mehrere weitere Zwischenfälle mit Schiffen in diesem wichtigen Seeweg. Eine Rückkehr zu einem normalen Schiffsverkehr durch die Straße ist derzeit nicht absehbar, und die Meldungen verstärken die Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt in der Golfregion.
Die Ursache des Minentreffers und der Brände ist bislang unklar. Auch die Frage, wer für die Vorfälle verantwortlich ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Die Meldungen über die Zwischenfälle reißen nicht ab, während die Lage in der Region angespannt bleibt. Für Reedereien und Ölhandel bedeutet das eine erhebliche Unsicherheit, denn die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Transitrouten für Öl- und Gaslieferungen aus dem Persischen Golf.
US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe derzeit keine konkreten Pläne für einen Angriff auf den Iran. Die Äußerung fiel zeitlich zu den Berichten über den Tanker und die Brände. Damit steht die Aussage im Raum, während die Lage auf See weiter ungeklärt ist und jede neue Meldung die Spannungen in der Region erneut anheizen kann.
Auch Südkorea reagiert auf die Entwicklung. Das Land plant, einen Zerstörer in die Region zu entsenden. Dessen Beitrag soll sich nach den vorliegenden Angaben auf offene Gewässer beschränken und nicht die Meerenge selbst umfassen. Unterschiedliche Berichte gibt es darüber, ob sich Südkorea an der Sicherung der Schifffahrtswege beteiligen wird. Einen genauen Zeitpunkt für den Einsatz nannte man bislang nicht.
In der israelischen Innenpolitik sorgt die Lage ebenfalls für scharfe Töne. Der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot warf Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, einen «Pogrom gegen die Demokratie» zu betreiben. Der Vorwurf zeigt, wie stark die Auseinandersetzung im Inland geführt wird, während außenpolitisch die Sicherheit der Schifffahrt im Mittelpunkt steht.
Quelle: faz.net
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