US-Präsident Donald Trump hat die Rapperin Nicki Minaj bei einer Veranstaltung im Weißen Haus überschwänglich gelobt und sie als «heiß» bezeichnet. Die erklärte Unterstützerin des US-Präsidenten sei zudem eine «gute Freundin» und habe «echtes Talent», sagte Trump. Die 43-jährige Minaj, die mit Hits wie «Anaconda» bekannt wurde, hat zuletzt immer wieder öffentlich ihre Unterstützung für Trump bekundet und sich als seinen größten Fan bezeichnet, was auch Kritik auf sich zog.
Nach der Veranstaltung im Weißen Haus postete Minaj auf der Plattform X ein Bild mit Trump im Oval Office und schrieb dazu: «WhiteHouseBarbie mit ihrem Lieblingspräsidenten aller Zeiten». Die in Trinidad und Tobago geborene Rapperin hatte während Trumps erster Amtszeit vor allem dessen harten Migrationskurs kritisiert und in einem 2018 geteilten Beitrag in den sozialen Medien erklärt, sie sei selbst als «illegale Einwanderin» mit fünf Jahren in die USA gekommen. Mittlerweile setzt sie sich für Trumps Politik ein und bewirbt die «Trump Gold Card», mit der man für eine Million US-Dollar Bleiberecht in den USA erhalten soll.
Die jüngsten Äußerungen Trumps fallen in eine politisch angespannte Phase vor dem Nato-Gipfel in Ankara, der am Dienstag und Mittwoch stattfindet. Neben den diplomatischen Verhandlungen über Verteidigungsausgaben und die Sicherheitslage in Grönland sorgt auch Trumps Umgang mit internationalen Partnern für Diskussionen. So hatte der US-Präsident zuvor die Verteidigungsausgaben Deutschlands, Großbritanniens und Italiens als «lächerlich» bezeichnet, woraufhin Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Telefonat mit Trump klargestellt hatte, dass die von Trump verwendeten Zahlen nicht aktuell seien. Merz betonte, Deutschland verdoppele seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren – «die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben».
Ein weiterer Streitpunkt vor dem Gipfel ist die Frage nach Grönland. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte, eine Übernahme der zum Königreich Dänemark gehörenden Eisinsel durch die USA sei derzeit die «einzige Lösung», um Sicherheitsrisiken in der Region langfristig zu begegnen. Die Ansprüche Trumps auf Grönland hatten zu Jahresbeginn zu heftigen Spannungen zwischen europäischen Nato-Partnern und den USA geführt. Die Allianz hatte unter anderem versprochen, ihre Militärpräsenz im Nordatlantik zu erhöhen.
Parallel dazu stellte Trump ein neues Vorsorgeprogramm namens «Trump Accounts» vor, das Neugeborenen in den USA ein Startguthaben von 1.000 Dollar in steuerbegünstigten Indexfonds sichern soll. Trump versprach, dass Kinder dadurch «sehr reich» werden könnten – «Hunderttausende von Dollar». Der Plan war bereits im vergangenen Sommer mit Trumps Steuergesetz angekündigt worden und erhielt im Dezember neuen Schwung, als PC-Unternehmer Michael Dell und seine Frau Susan 6,25 Milliarden Dollar spendeten, um auch ältere Kinder zu fördern.
Die Iran-Politik Trumps stößt unterdessen in der US-Bevölkerung auf wenig Zustimmung. Laut einer Umfrage der «Financial Times» sagen 58 Prozent der registrierten US-Wähler, der Krieg stehe in keinem Verhältnis zu den hohen Kosten. 44 Prozent sehen die USA nach dem Waffenstillstandsabkommen in einer schwächeren Position als den Iran. Die USA hatten gemeinsam mit Israel den Iran Ende Februar attackiert.
