Die argentinische Nationalmannschaft hat nach ihrer Finalniederlage gegen Spanien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 einen Sturm der Kritik aus der internationalen Presse einstecken müssen. Zahlreiche Medien weltweit verurteilten die Spielweise des Teams um Superstar Lionel Messi als übermäßig aggressiv und destruktiv. «Foul, Foul und noch mehr Foul», titelte etwa ein britisches Blatt und brachte damit die Stimmung vieler Kommentatoren auf den Punkt.

Spanien hatte sich im Endspiel im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, mit 2:1 durchgesetzt und damit zum zweiten Mal nach 2010 den WM-Titel gewonnen. Während die spanische Presse ihre Mannschaft als «Könige der Welt» feierte, fielen die Reaktionen auf Argentinien vernichtend aus. «Das war hässlicher, deprimierender Anti-Fußball. Und der hat bekommen, was er verdient», schrieb ein französisches Sportmagazin. Die «Götter des Fußballs» hätten für den spanischen Sieg gesorgt, hieß es in mehreren Kommentaren.

Die argentinische Mannschaft hatte im Finale eine extrem defensive und auf Fouls setzende Taktik verfolgt, die bei vielen Beobachtern auf Unverständnis stieß. Selbst in der heimischen Presse war die Enttäuschung groß. Zwar bedankten sich argentinische Medien bei Lionel Messi für seine jahrelangen Verdienste um den Fußball, doch die Kritik an der Spielweise des Teams überwog. Messi, der nach dem Turnier seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft angekündigt hatte, konnte das Spiel nicht mehr drehen und verabschiedete sich mit einer Niederlage von der großen Bühne.

Das Finale selbst war von einer intensiven und oft hitzigen Atmosphäre geprägt. Spanien kontrollierte weite Teile des Spiels und ließ den Ball laufen, während Argentinien immer wieder mit taktischen Fouls den Spielfluss unterbrach. Der spanische Kapitän Rodri nahm nach dem Abpfiff den goldenen WM-Pokal entgegen, überreicht von US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die beiden Funktionäre waren zuvor von großen Teilen des Publikums mit einem Pfeifkonzert empfangen worden, als sie den Rasen betraten.

Trump, der erstmals bei dieser WM im Stadion war, saß während des Spiels auf der Ehrentribüne hinter Plexiglas und verfolgte die Partie gemeinsam mit seiner Frau Melania und Infantino. Nach dem Spiel verteilte er gemeinsam mit dem FIFA-Chef die Medaillen an beide Mannschaften. Der US-Präsident hatte zuvor in einem Interview angekündigt, die WM «sofort» wieder in die USA holen zu wollen, obwohl eine erneute Bewerbung frühestens für das Turnier 2038 möglich ist.

Die nächste WM findet 2030 in Spanien, Portugal und Marokko statt, mit jeweils einem Spiel in Argentinien, Paraguay und Uruguay. 2034 ist Saudi-Arabien der alleinige Ausrichter. Für Argentinien bleibt die Finalniederlage eine bittere Enttäuschung, nachdem man sich große Hoffnungen auf den dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 gemacht hatte. Die internationale Presse zeigte sich jedoch erleichtert über den Ausgang des Spiels. «Der Fußball hat gewonnen», schrieb ein italienisches Blatt. «Spanien hat gezeigt, wie man das Spiel schön und fair spielt. Argentinien hingegen hat sich selbst besiegt.»

In Spanien hingegen herrschte ausgelassene Feierstimmung. Die Zeitungen widmeten dem Triumph ganze Sonderausgaben und feierten die Mannschaft als «Generation der Unsterblichen». Trainer Luis Enrique wurde als Taktikgenie gefeiert, das es verstanden habe, die spanische Ballbesitzphilosophie mit moderner Effizienz zu verbinden. Die Spieler um Rodri, Ferran Torres und Pedri wurden als Helden gefeiert, die Spanien nach 16 Jahren wieder an die Weltspitze geführt hätten.