Ein bislang unbekannter Fahrer ist am Samstag mit einem Transporter in die Teilnehmermenge der Abschlusskundgebung des Christopher Street Days (CSD) in Berlin gerast. Dabei kam nach Angaben der Polizei ein Mensch ums Leben, 14 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Veranstaltung am Brandenburger Tor wurde daraufhin sofort abgebrochen. Die Fahndung nach dem Täter läuft auf Hochtouren.
Der Vorfall ereignete sich im Bereich des Tiergartens, wo die Hauptkundgebung des diesjährigen CSD stattfand. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr der Fahrer gezielt in die dicht gedrängte Menschenmenge. Die Einsatzkräfte sperrten das gesamte Areal weiträumig ab. Rettungswagen und Notärzte versorgten die Verletzten noch am Ort des Geschehens. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass ein Todesopfer zu beklagen ist. Die genauen Umstände der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Behörden haben eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Mehrere Polizeihubschrauber kreisten über der Innenstadt. Straßensperren wurden errichtet, um mögliche Fluchtwege des Täters zu blockieren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur handelt es sich bei dem eingesetzten Fahrzeug um einen weißen Kleintransporter. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und veröffentlichte erste Fahndungsaufrufe. Ein mögliches Tatmotiv ist bislang nicht bekannt. Die Sicherheitsbehörden prüfen alle Richtungen, schließen aber eine politisch motivierte Tat nicht aus.
Der Christopher Street Day in Berlin ist eine der größten LGBTQ+-Veranstaltungen in Deutschland. Die Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor bildet traditionell den Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten. Tausende Menschen waren an diesem Samstag auf der Straße, um für Gleichberechtigung und Akzeptanz zu demonstrieren. Der brutale Angriff versetzte die Teilnehmenden und die Stadt in Schockstarre. Der Berliner Senat erklärte, man stehe in engem Austausch mit der Polizei und werde alles dafür tun, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Die Veranstalter des CSD riefen die Teilnehmenden auf, die Gegend zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
Die Rettungskräfte arbeiteten unter Hochdruck, um die Verletzten zu versorgen. Nach Angaben des Rettungsdienstes befinden sich mehrere Personen in kritischem Zustand. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, die die Ermittlungen führt. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit bei Großveranstaltungen auf. Politiker aller Parteien zeigten sich bestürzt und sprachen den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Die Ermittlungen dauern an.
