Beim Sportwagenhersteller Porsche könnten einem Zeitungsbericht zufolge weitere 4000 Stellen wegfallen. Das berichtet das «Handelsblatt» und beruft sich auf Unternehmenskreise. Der Abbau wäre eine Ausweitung der bereits laufenden Sparmaßnahmen bei der VW-Tochter. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens liegt bislang nicht vor.
Der mögliche Stellenabbau fällt in eine angespannte Phase für den gesamten Volkswagen-Konzern. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern nur mit einer Umsatzrendite von einem Prozent. Das ist ein äußerst niedriger Wert für die Branche und setzt die Tochtergesellschaften unter erheblichen Sparzwang. Porsche als renditestarke Premiummarke steht dabei besonders im Fokus, weil das Unternehmen traditionell hohe Margen erwirtschaftet und der Konzern auf diese Erträge angewiesen ist.
Die Nachricht reiht sich in eine Serie von Meldungen über Kostensenkungen und Stellenstreichungen in der deutschen Autoindustrie ein. Hersteller und Zulieferer reagieren damit auf schwache Absatzzahlen, hohe Investitionen in die Elektromobilität und einen intensiven Wettbewerb, insbesondere aus China. Der Druck auf die Belegschaften wächst, während die Unternehmen gleichzeitig ihre Produktion umstellen müssen.
Ob und in welchem Umfang die 4000 Stellen tatsächlich gestrichen werden, ist offen. Medienberichte über geplante Einschnitte haben in der Vergangenheit häufig zu erheblichen Reaktionen bei Beschäftigten und Gewerkschaften geführt. Bei Porsche und im VW-Konzern laufen bereits Programme zur Kostensenkung, die auch den Personalbereich betreffen. Eine Ausweitung wäre ein weiterer Einschnitt für die Regionen, in denen der Autobauer Standorte unterhält.
Für die Beschäftigten und die betroffenen Standorte bedeutet die Prüfung eines weiteren Stellenabbaus Unsicherheit. Der VW-Konzern hatte zuletzt mehrfach seine Gewinnprognosen nach unten korrigiert. Die schwache Renditeerwartung von einem Prozent für 2026 unterstreicht den Handlungsdruck. Wie das Unternehmen auf die Berichte reagiert, ist noch nicht bekannt.

