Am letzten Tag der dreitägigen russischen Parlamentswahl hat die Ukraine die Hauptstadt Moskau und deren Umland mit einer großen Zahl von Drohnen angegriffen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass wurden seit Mitternacht mehr als 150 Drohnen abgefangen. Dennoch meldeten die Behörden zwei Tote durch die Angriffe. Auch Wohnhäuser sollen getroffen worden sein.

Der Angriff fällt mit dem Abschluss der Abstimmung zusammen, bei der sich Kremlchef Wladimir Putin seinen Kurs im Krieg gegen die Ukraine an der Urne bestätigen lassen will. Die Wahl, die als weitgehend vorhersehbar gilt, dient dem Kreml als Bestätigung der bestehenden Machtverhältnisse. Die ukrainischen Drohnenangriffe auf die Hauptstadt während des Wahlakts setzen ein deutliches Zeichen.

Die russischen Behörden berichteten von Zerstörungen durch die Drohnen. Neben abgefangenen Flugkörpern kam es auch zu Einschlägen, bei denen Menschen getötet wurden. Die genaue Zahl der Verletzten und das Ausmaß der Schäden waren zunächst unklar. Die Angriffe richteten sich offenbar auf verschiedene Ziele im Großraum Moskau.

Parallel zu den Ereignissen in Russland meldete die Ukraine Tote nach einem russischen Gleitbombenangriff. Auch in der Region Charkiw gab es Tote. Die Kämpfe und Angriffe dauern damit unvermindert an, während die russische Führung die Wahl als Bestätigung ihres Kurses wertet.

Die russische Parlamentswahl endete am Sonntag nach drei Tagen. Die Ukraine hatte bereits in der Vergangenheit Ziele in Russland mit Drohnen angegriffen, doch die Intensität des jüngsten Angriffs auf Moskau am Wahltag ist bemerkenswert. Die Behörden in Moskau und der Region meldeten die Abwehr zahlreicher Drohnen, konnten aber nicht verhindern, dass es zu Todesfällen und Schäden kam.

Die Lage bleibt angespannt. Während Russland die Wahl abhält, gehen die militärischen Auseinandersetzungen weiter. Die Ukraine reagiert mit Angriffen auf russisches Territorium, während Russland seinerseits die Ukraine mit Gleitbomben attackiert. Die Region Charkiw ist besonders betroffen.

Theresa Jungmann

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Theresa Jungmann berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.