Der Hamburger SV hat die Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga mit einer öffentlichen Trainingseinheit im heimischen Volksparkstadion fortgesetzt. Rund 250 Fans verfolgten das Training des Teams von Trainer Merlin Polzin, das zuvor ein dreitägiges Trainingslager in Dänemark absolviert hatte. Der Fokus lag dabei nicht nur auf den konditionellen Einheiten, sondern auch auf der Frage, welche Neuzugänge der Verein noch präsentieren wird.

Bislang hat der HSV in diesem Sommer nur wenige Transfers getätigt. Neben dem fest verpflichteten Dänen Albert Grönbaek, der zuvor von Stade Rennes ausgeliehen war, kam Abwehrspieler Kofi Amoako vom Zweitligisten Dynamo Dresden. Ein weiterer Neuzugang steht offenbar kurz bevor: Der französische Mittelfeldspieler Martin Adeline vom Erstliga-Aufsteiger ESTAC Troyes soll den Kader verstärken. Offiziell bestätigt ist der Transfer jedoch noch nicht. Trainer Polzin äußerte sich nach dem Training vielsagend über den 22-Jährigen: «Fest steht, dass er etwas mitbringt, was wir noch nicht haben.»

Angesichts der bislang verhaltenen Transferaktivitäten zeigt sich Polzin gelassen. «Wir wissen genau, was wir wollen, mit welcher Art und Weise wir Fußball spielen wollen», sagte der Coach. Er erinnerte an die vergangene Saison, als der HSV ebenfalls lange auf Verstärkungen wartete und am Ende mit einem souveränen Klassenverbleib belohnt wurde. Der Verein war in der abgelaufenen Spielzeit als 13. der Tabelle ins Ziel gekommen und hatte sich damit nach dem Aufstieg in der Vorsaison stabilisiert.

Die Vorbereitung setzt der HSV nun mit einem weiteren Trainingslager fort. Von kommenden Sonntag bis zum 25. Juli wird sich das Team in Oberlängenfeld in Österreich auf die neue Spielzeit vorbereiten. Auf dem Weg dorthin bestreitet die Mannschaft am Samstag um 19.00 Uhr ein Testspiel bei Rapid Wien. Dieses Spiel soll nicht nur der Formfindung dienen, sondern auch Gelegenheit bieten, die taktischen Vorgaben von Polzin weiter zu verfeinern.

Die Fans des HSV hoffen, dass der Verein in den kommenden Wochen noch weitere Transfers tätigt, um den Kader für die Herausforderungen der Bundesliga zu rüsten. Polzin betonte jedoch, dass Geduld gefragt sei und der Verein nicht überstürzt handeln werde. Die Erfahrung des Vorjahres, als der HSV trotz später Verpflichtungen eine stabile Saison spielte, gibt dem Trainer und der sportlichen Leitung Rückendeckung.

Der HSV startet in seine zweite Saison nach der Rückkehr in die Bundesliga. Nach dem Aufstieg im Jahr 2024 gelang dem Verein in der vergangenen Spielzeit der Klassenerhalt. Nun soll der Kader gezielt verstärkt werden, um sich in der Liga weiter zu etablieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der HSV seine Transferstrategie erfolgreich umsetzen kann.