Bundesaußenminister Wadephul hat bei seinem Besuch in Algerien den Ausbau der Energiepartnerschaft mit dem nordafrikanischen Land in Aussicht gestellt. Angesichts niedriger Füllstände der deutschen Gasspeicher bemüht sich die Bundesregierung um neue und verlässliche Gaslieferanten. Algerien gilt dabei als wichtiger potenzieller Partner für künftige Lieferungen.

Der Außenminister beendete mit dem Aufenthalt in Algerien seine zweitägige Nordafrikareise, die ihn zuvor nach Tunesien geführt hatte. Im Mittelpunkt der Gespräche standen neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch sicherheitspolitische Fragen. Die Reise unterstreicht das wachsende Interesse Berlins an engeren Beziehungen zu den Staaten des südlichen Mittelmeerraums.

Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur unzureichend gefüllt. Vor dem Hintergrund der angespannten Versorgungslage sucht die Bundesregierung nach Wegen, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern und das Angebot zu diversifizieren. Algerien verfügt über erhebliche Erdgasreserven und könnte künftig eine größere Rolle bei der Versorgung Deutschlands spielen.

Die genauen Modalitäten einer möglichen Ausweitung der Lieferungen sind noch nicht abschließend geklärt. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, langfristige und verlässliche Partnerschaften aufzubauen, um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern. Die Gespräche in Algier werden als ein Schritt in diese Richtung gewertet.

Neben der Energiepolitik standen auch andere Themen der bilateralen Zusammenarbeit auf der Agenda. Beide Seiten zeigten sich interessiert an einer Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen. Die Reise des Außenministers wird als Signal gewertet, dass Deutschland seine Präsenz in Nordafrika ausbauen und die Kooperation mit den Ländern der Region intensivieren will.

Nora Dietrich

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Nachrichtenredakteurin

Nora Dietrich berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.