Die Europäische Zentralbank (EZB) beendet an diesem Montag ihre Online-Umfrage zum Design der künftigen Euro-Banknoten. Bis zuletzt konnten Bürgerinnen und Bürger über die Entwürfe abstimmen. Nach Angaben der Notenbank haben sich bereits mehr als neun Millionen Menschen an der Befragung beteiligt.
Die EZB hatte für die Neugestaltung der Scheine zwei Themen festgelegt, für die jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vorliegen. Das erste Thema trägt den Titel «Europäische Kultur». Auf der Vorderseite der Banknoten sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci abgebildet. Die Rückseiten zeigen Darstellungen aus dem Kulturleben, etwa Straßenkünstler oder ein Sängerfest.
Das zweite Thema lautet «Flüsse und Vögel» und stellt die Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas in den Mittelpunkt. Zu den Motiven zählen unter anderem der Eisvogel und der Weißstorch. Auf der Rückseite dieser Entwürfe werden europäische Institutionen abgebildet, darunter das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB selbst.
Die neuen Euro-Scheine sollen zusätzliche Sicherheitsmerkmale erhalten, um die Herstellung von Falschgeld weiter zu erschweren. Zudem will die EZB die Umweltfolgen der Produktion verringern, indem die Scheine länger haltbar sind. Ein weiterer Aspekt ist die bessere Erkennbarkeit für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.
Ein Abschlussbericht zur Umfrage ist geplant. Das Votum der Bürgerinnen und Bürger findet bei der endgültigen Entscheidung des EZB-Rates Berücksichtigung, die für Ende 2026 vorgesehen ist. Bis die neugestalteten Banknoten tatsächlich in Umlauf gebracht werden, wird es noch einige Zeit dauern.
Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen vollständig. Der Euro ist die gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.

