US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran. «Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte», sagte Trump nach einem Bericht des Nachrichtenportals Axios in einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Der Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump mit Blick auf den jüngsten Vorschlag Teherans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.
Nach Angaben von Axios erwartet Trump die neuen Gespräche für die kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran.
Erst vor wenigen Tagen waren Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Nach Angaben von Trumps Unterhändler Steve Witkoff, der für die US-Seite an den Gesprächen teilnahm, fand die Gesprächsrunde über Vermittler statt.
Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus bekannt, den Trump am Samstag ablehnte. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte der US-Präsident. Laut dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, knüpfte der Iran den Vorschlag aus US-Sicht an zu viele Vorbedingungen wie etwa die Aufhebung weitreichender Sanktionen.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Ein großer Teil des globalen Öltransports läuft durch diese Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine Wiedereröffnung oder auch nur eine teilweise Normalisierung der Schifffahrt dort hätte erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Energiepreise.
Die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran werden seit Monaten über Vermittler geführt. Beide Seiten haben kein direktes Treffen auf hoher Ebene bestätigt. Die jüngste Runde in New York war die erste seit längerer Zeit. Trump hatte den Iran wiederholt unter Druck gesetzt und mit Sanktionen belegt. Teheran fordert deren Aufhebung als Vorbedingung für weitergehende Vereinbarungen.
Ob die für kommende Woche erwarteten Gespräche tatsächlich stattfinden, ist noch nicht offiziell bestätigt. Die beiden regionalen Quellen, die Axios nannte, rechneten ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Verhandlungen. Sollten sie zustande kommen, wäre dies ein weiterer Schritt in einem zähen diplomatischen Prozess, bei dem beide Seiten bislang keine Annäherung bei den zentralen Streitpunkten erzielt haben.
Trump hatte den jüngsten iranischen Vorschlag als unzureichend zurückgewiesen. «Es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte», sagte er. Der Iran habe mit seinem Angebot den Bogen überspannt. Teheran hatte die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen, jedoch nach US-Darstellung an Bedingungen geknüpft, die für Washington nicht akzeptabel waren. Dazu zählte nach Angaben von Botschafter Waltz die Aufhebung weitreichender Sanktionen.
Die USA und der Iran befinden sich seit Jahren in einem angespannten Verhältnis. Nach dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen im Jahr 2018 hatten sich die Beziehungen deutlich verschlechtert. In der Folge verhängte Washington zahlreiche Sanktionen gegen Teheran. Der Iran weitete sein Atomprogramm aus und schränkte die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde ein. Die jüngsten Gespräche am Rande der UN-Generalversammlung waren ein Versuch, den festgefahrenen Dialog wieder in Gang zu bringen.
Ob und wann es zu einer Einigung kommt, ist offen. Trump signalisierte Gesprächsbereitschaft, lehnte den aktuellen Vorschlag jedoch ab. Der Iran hat bislang keine offizielle Reaktion auf die Ankündigung weiterer Gespräche veröffentlicht. Beobachter in der Region verfolgen die Entwicklung aufmerksam, da eine Eskalation oder Entspannung im Verhältnis zwischen Washington und Teheran weitreichende Folgen für den Nahen Osten und die globale Energiesicherheit hätte.
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