Die französische Polizei hat am Montag bei Gravelines eine Gruppe von Migranten daran gehindert, mit einem Schlauchboot den Ärmelkanal in Richtung Großbritannien zu überqueren. Wie die Behörden mitteilten, setzten die Einsatzkräfte dabei Tränengas ein. Das Schlauchboot der Gruppe war nach Angaben der Polizei beschädigt.

Bei einem weiteren Überfahrtversuch an der Meerenge kamen nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben. Unter den Toten sei ein Kind, berichteten französische Medien. Die genauen Umstände des Unglücks wurden zunächst nicht vollständig bekannt. Die Einsatzkräfte hatten die Gruppe demnach vor der Küste gestoppt, als diese versuchte, mit einem Boot nach Großbritannien zu gelangen.

Der Ärmelkanal zählt zu den gefährlichsten Seewegen für Migranten, die von der französischen Nordküste aus nach Großbritannien übersetzen wollen. Die Überfahrten mit kleinen, oft überladenen Schlauchbooten sind riskant und enden immer wieder tödlich. Die französischen Behörden gehen seit Jahren verstärkt gegen solche Überfahrten vor, unter anderem mit Patrouillen an den Stränden und auf See.

Erst in den vergangenen Monaten war die Zahl der Menschen, die die Überfahrt versuchen, deutlich gestiegen. Die französische Polizei setzt dabei auch Tränengas und andere Mittel ein, um Gruppen am Ablegen zu hindern. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dieses Vorgehen seit Langem als unverhältnismäßig und gefährlich für die Betroffenen.

Die Identität der drei Todesopfer war zunächst unklar. Die Behörden haben Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Weitere Details zu den Hintergründen der beiden Vorfälle wurden zunächst nicht bekannt.

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Nora Dietrich

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Nachrichtenredakteurin

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