Jürgen Klopp hat mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft seinen ersten Sieg als Bundestrainer gefeiert. Im Nations-League-Spiel in München setzte sich das DFB-Team am Mittwochabend souverän mit 2:0 gegen Serbien durch. Nach zwei sieglosen Spielen zuvor wendete Klopp damit die negative Bilanz seiner Amtszeit und feierte vor heimischem Publikum einen überzeugenden Auftritt seiner stark veränderten Mannschaft.

Die Partie war geprägt von einem dominanten deutschen Mittelfeld. Besonders Aleksandar Pavlovic überzeugte in seinem Heimspiel als Sechser mit Laufstärke, Präsenz und Spielstärke. Der Münchner leitete das 1:0 mit einem präzisen Pass auf Florian Wirtz ein und schloss selbst zweimal mit Wucht ab. Wirtz zeigte eine herausragende Leistung: Zwei feine Tiefenbälle auf Serge Gnabry, ein fast erfolgreicher Kopfball und ein Pfostenschuss, nach dem Bischof zum 1:0 abstaubte. Nach der Pause übernahm Wirtz die Kapitänsbinde und krönte seine Leistung mit dem 2:0 in der 61. Minute.

Neben Wirtz und Pavlovic stach auch der 21-jährige Bischof heraus. In seinem zweiten Länderspiel erzielte er sein erstes Tor für die Nationalmannschaft und bewies mehrfach Mut im Abschluss. Der Youngster hat nach diesem Auftritt eine große Zukunft im Mittelfeld vor sich. Insgesamt durften fünf weitere Spieler ihr Debüt im DFB-Trikot feiern, darunter Torhüter Urbig, der für Bayern München zwischen den Pfosten stand und mit einer beherzten Aktion gegen Cvetkovic auf sich aufmerksam machte, aber auch eine Unsicherheit mit dem Fuß zeigte.

In der Abwehr überzeugten Anton und Thiaw. Dortmunds Abwehrchef Anton bekämpfte den Ex-Frankfurter Jovic intensiv und erfolgreich, vorne sorgte ein Volleyschuss für Gefahr. Thiaw verteidigte unaufgeregt und war mit seinen 1,94 Metern bei defensiven Kopfbällen stets überlegen. Mittelstädt gab den ersten Torschuss ab, blieb im Zuspiel danach aber häufiger ungenau. Treu war als Rechtsverteidiger viel unterwegs und zeigte gute Offensivaktionen.

Im Angriff hatte Gnabry, der sein 62. Länderspiel bestritt und erstmals als Kapitän auflief, zweimal die Führung auf dem Fuß, blieb aber ohne Schussglück. Woltemade war im Strafraum präsent, vergab jedoch aus zwei Metern die sichere 2:0-Führung. Der Freiburger Debütant Scherhant sorgte mit seinem Tempo als Links- und Rechtsaußen für Dampf. El Mala, der 20-jährige Kölner, debütierte nach der Pause auf dem linken Flügel und hatte stets das Tor im Visier. Burkardt kam beim späten Dreifachwechsel für Woltemade und wurde gleich hart von Maksimovic begrüßt. Conté kam in seinem zweiten Länderspiel für den viel bejubelten Torschützen Bischof. Baur, Sohn des früheren Handball-Weltmeisters Markus Baur, wurde als 1.000. Nationalspieler der DFB-Geschichte eingewechselt und war sofort im Spiel. Auch Janelt vom FC Brentford bekam noch seinen ersten Kurzeinsatz im Nationaltrikot.

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Niklas Gerhardt

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Politischer Korrespondent

Niklas Gerhardt berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.