Der 1. FC Nürnberg hat am achten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga bei Aufsteiger Energie Cottbus nur ein 1:1 (0:0) erreicht und damit die Chance verpasst, den Abstand auf Hertha BSC zu verkleinern. Für den Tabellenzweiten aus Franken war es ein hart erkämpfter Punkt bei einem unangenehmen Gegner, der den Gästen über weite Strecken das Leben schwer machte.

Überschattet wurde die Partie von der Verletzung des Nürnberger Top-Torjägers Mohamed Ali Zoma. Der 22-Jährige, mit sieben Treffern bislang bester Torschütze der Liga, musste bereits in der 33. Minute ausgewechselt werden, nachdem er sich in der Anfangsphase an der Schulter verletzt hatte. Trainer Miroslav Klose sagte nach dem Spiel, Zoma habe sich die Schulter ausgekugelt. «Aber wir müssen natürlich die Untersuchung jetzt abwarten», erklärte der Coach. Der italienische Nationalspieler wurde bei seiner Auswechslung vom Cottbuser Publikum mit fairem Applaus verabschiedet.

Vor der Begegnung hatte Klose gewarnt, dass mit das schwerste Spiel auf seine Mannschaft zukomme. Tatsächlich begannen die Gastgeber stark und setzten den Club früh unter Druck. Justin Butler vergab in der neunten Minute aus bester Position und ließ kurz darauf eine weitere Möglichkeit liegen. Erst danach fand Nürnberg besser ins Spiel. Zoma schoss nach einer schönen Kombination über das Tor der Cottbuser (25.), ehe er wenig später verletzt vom Platz musste. Kurz vor der Pause vergaben Tim Janisch und der eingewechselte William Böving eine Doppelchance zur Nürnberger Führung (37.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren gefährlich. Einen langen Ball hinter die Abwehrkette erlief sich Leonardo Bittencourt und legte selbstlos für Butler auf, der in der 56. Minute zur Führung traf. Nürnberg blieb jedoch dran und kam durch Styopa Mkrtchyan zum Ausgleich, der in der 79. Minute aus kurzer Distanz mit etwas Glück frei zum Schuss kam. Beim Stand von 1:1 blieb es bis zum Schluss.

Für Nürnberg bedeutet das Remis einen Rückschlag im Kampf um den Anschluss an die Spitze. Der Club verpasste es, den Rückstand auf Hertha BSC zu verkürzen. Energie Cottbus hingegen trotzte dem Tabellenzweiten einen Punkt ab und bestätigte seine Rolle als unbequemer Aufsteiger, der auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga bestehen kann.

Die Verletzung von Zoma dürfte die kommenden Wochen für die Franken zusätzlich erschweren. Der Angreifer war mit seinen sieben Saisontoren der wichtigste offensive Faktor der Mannschaft. Sollte er länger ausfallen, müsste Klose seine Offensive neu aufstellen. Eine genaue Diagnose steht noch aus, die Untersuchung soll Klarheit über die Schwere der Schulterverletzung bringen.

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Niklas Gerhardt

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Politischer Korrespondent

Niklas Gerhardt berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.