Jürgen Klopp hat Nico Schlotterbeck für das Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland aus dem Kader gestrichen. Das geht aus der offiziellen Kaderliste der UEFA für die Partie am Abend in Augsburg hervor. Der Bundestrainer muss einen Akteur aus seinem 24 Spieler umfassenden Aufgebot streichen, da die Regularien nur 20 Feldspieler und drei Torhüter erlauben. Für Schlotterbeck bedeutet dies eine Pause, obwohl er beim 1:1 in den Niederlanden am Donnerstag noch die volle Spielzeit absolviert hatte.
Der 26-Jährige war erst kurz vor der Länderspielpause bei Borussia Dortmund nach einer schweren Knöchelverletzung zurückgekehrt, die er bei der WM erlitten hatte. Klopp hatte bereits angekündigt, dass Schlotterbeck auch in der zweiten Länderspielwoche zum DFB-Kader gehören wird. Der Bundestrainer tauscht sein Personal nach der Partie in Augsburg fast komplett aus. Die Nationalmannschaft trifft am Donnerstag in München auf Serbien und am folgenden Sonntag im Rückspiel in Thessaloniki erneut auf Griechenland.
Für Schlotterbeck dürfte Yann Aurel Bisseck von Inter Mailand in die Startelf rücken und neben Abwehrchef Jonathan Tah verteidigen. Mit Max Rosenfelder vom SC Freiburg steht ein weiterer Innenverteidiger im Aufgebot. Im Spieltagskader steht diesmal der Hoffenheimer DFB-Debütant Bambasé Conté, der in Amsterdam wegen der 23er-Regel nicht zum Aufgebot gehörte. Auch Florian Wirtz und Jonathan Burkardt sind dabei. Klopp hatte das Duo nach den Muskelverletzungen von Jamal Musiala und Kai Havertz früher als geplant zum DFB-Team geholt. Eigentlich sollten beide erst im zweiten Aufgebot stehen. Einen Startelfeinsatz gegen Griechenland hatte Klopp nach nur einer Trainingseinheit jedoch ausgeschlossen.
Das erste Heimspiel von Bundestrainer Klopp wird im Free-TV übertragen. Die Partie in Augsburg wird am Abend um 20.45 Uhr angepfiffen und ist live in der ARD zu sehen. Zudem gibt es einen Live-Stream. Für die deutsche Mannschaft ist es das zweite Spiel in der Nations League. Nach dem Unentschieden in den Niederlanden will das Team vor heimischem Publikum den ersten Sieg einfahren.
Klopp setzt trotz eines krassen Fehlschusses auf Karim Adeyemi. Beim 1:1 gegen die Niederlande hatte Adeyemi ein sicheres Tor vergeben. Der Bundestrainer schwärmte dennoch von dem Angreifer und nannte ihn «wundervoll». Diese Wertschätzung dürfte Adeyemi Auftrieb geben, auch wenn ein Startelfeinsatz gegen Griechenland nicht garantiert ist. Die personellen Entscheidungen zeigen, dass Klopp die Belastung steuern und gleichzeitig neuen Kräften eine Chance geben will.
Die Begegnung mit Griechenland ist für die deutsche Elf auch ein Test für die kommenden Aufgaben. Nach der Partie in Augsburg folgen die Spiele gegen Serbien und das Rückspiel in Thessaloniki. Klopp nutzt die Länderspielphase, um verschiedene Formationen und Spieler zu prüfen. Die Entscheidung gegen Schlotterbeck ist Teil dieser Rotation und kein Zeichen mangelnden Vertrauens. Der Innenverteidiger bleibt im erweiterten Kader und wird in den nächsten Spielen wieder eine Rolle spielen.
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