Kimi Antonelli steht vor dem ersten Weltmeistertitel seiner Karriere. Mit seinem Sieg beim Großen Preis der USA in Austin hat sich der 20-jährige Italiener in eine nahezu uneinholbare Position gebracht. Beim kommenden Rennen am Sonntag in Mexiko-Stadt genügt ihm Platz neun, um sich zum jüngsten Champion der Formel-1-Geschichte zu küren.

Die internationale Presse zeichnet ein eindeutiges Bild. In Italien spricht die «Gazzetta dello Sport» davon, dass Antonelli in Austin triumphiert und die Weltmeisterschaft im Visier habe. Der «Corriere dello Sport» hebt hervor, dass der Mercedes-Pilot das Rennen vom Start weg dominierte und seinen ersten Titel erst in Mexiko feiern muss. Der «Corriere della Sera» formuliert es noch deutlicher: Sofern es keine sensationellen Überraschungen gibt, wird Antonelli am Sonntag zum neuen Weltmeister gekrönt.

In Großbritannien beschreibt die «Daily Mail» den Tag als einen voller Risiken. Vor dem Start an der Startaufstellung auf dem Circuit of the Americas habe Vater Marco seinem Sohn einen Kuss auf die Stirn gegeben. Antonelli sei leicht gerötet gewesen, was die Zeitung als Zeichen für die Last der Geschichte deutet, die auf ihm liege. Die «Sun» fasst den Abend knapp zusammen: Antonelli gewinnt den Großen Preis der Vereinigten Staaten, verpasst die Weltmeisterkrone aber um Haaresbreite. Der «Guardian» verweist darauf, dass der Italiener mit seinem neunten Saisonsieg erneut gezeigt habe, dass er über das ganze Jahr hinweg der mit Abstand beste Fahrer war.

In Spanien rechnet die Zeitung «Mundo Deportivo» vor, was nötig gewesen wäre: ein Sieg Antonellis sowie höchstens Platz fünf für Lewis Hamilton und höchstens Platz neun für George Russell. Dieser Ablauf sei beinahe eingetreten. Antonelli gewann, Hamilton wurde Vierter und Russell Achter. Die Krone verpasste der Mercedes-Pilot damit um zwei Plätze, doch das Blatt bewertet dies als unerheblich, denn der Titel gehöre ihm bereits. Die Sportzeitung «Marca» spricht von einem überwältigenden Vorsprung im Rennen und einem Abstand von bereits 123 Punkten zu den Verfolgern.

Auch in Österreich und in der Schweiz wird der Sieg gewürdigt. Die «Krone» titelt, der WM-Titel sei nur noch Formsache. Der «Blick» hält fest, dass es bei der ersten Gelegenheit mit dem Titel noch nicht klappt, der Auftritt in Austin aber dennoch weltmeisterlich war. Antonelli hatte das Rennen unter Kontrolle und feierte einen Start-Ziel-Sieg, musste die Führung während der Reifenwechsel nur kurzzeitig abgeben. In Frankreich hebt «L'Équipe» hervor, Antonelli habe zwar nicht alle Trümpfe in der Hand gehabt, die Karte, die er ausspielte, sei jedoch ein Ass gewesen. Mit neun Saisonsiegen liegt er damit in dieser Saison gleichauf mit Charles Leclerc und Oscar Piastri, wie die Zeitung anmerkt. Hamilton und Russell seien nun auf die Rolle von Knechten reduziert, während der italienische König am Sonntag in Mexiko-Stadt kaum noch Anstrengung benötige.

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Nora Dietrich

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Nachrichtenredakteurin

Nora Dietrich berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.