Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist am Vormittag wegen des Fundes von Munitionsteilen aus dem Zweiten Weltkrieg zeitweise gesperrt worden. Der Fernverkehr wurde weiträumig umgeleitet, es kam zu Teilausfällen und Verspätungen. Auf ihrer Website sprach die Deutsche Bahn von der Entschärfung einer Weltkriegsbombe zwischen beiden Städten. Die Verbindung zählt zu den wichtigen Schienenwegen zwischen der Hansestadt und der Hauptstadt, weshalb die Umleitungen viele Reisende betrafen.
Der verdächtige Gegenstand wurde bei Bauarbeiten in der Nähe des Bahnhofs Müssen östlich von Hamburg freigelegt. Nach ersten Angaben der Polizei könnte es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um einen Sprengkopf handeln. In einer Mitteilung der Polizei war entsprechend von einem möglichen Sprengkopf die Rede. Eine Bahnsprecherin erklärte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass der Fernverkehr weiträumig umgeleitet werde. Reisende müssten sich auf Verspätungen einstellen und sollten sich vor Fahrtantritt über Auswirkungen auf ihre Verbindungen informieren.
Wegen des Bombenfundes mussten die Anwohner von zwei Straßenzügen in der rund 1200 Einwohner zählenden Gemeinde ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde in einer Sporthalle eine Notunterkunft eingerichtet, in der die betroffenen Bewohner zunächst untergebracht werden konnten. Die Lage vor Ort machte für die Dauer des Einsatzes umfangreiche Absperrungen erforderlich.
Die Gefahr durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Teilen Norddeutschlands seit Jahrzehnten bekannt, weil bei Bauarbeiten immer wieder Blindgänger und Munitionsreste entdeckt werden. Ein Fund dieser Art führt regelmäßig zu räumungsbedingten Einschränkungen, sobald eine Entschärfung vorbereitet werden muss. Im vorliegenden Fall verlief der Einsatz so, dass der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin vorübergehend unterbrochen blieb, bis die Lage unter Kontrolle war.
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