Nach zahlreichen Funden von Nadeln, Nägeln und anderen Metallobjekten in Süßigkeiten am Halloween-Wochenende raten die Polizeistellen zur Vorsicht. Kinder und Eltern hatten in mehreren Regionen Deutschlands solche Entdeckungen in eingesammelten Süßigkeiten gemacht, unter anderem in Schokoriegeln, Kaubonbons und Weingummis. Die Ermittlungen laufen.

Gemeldet wurden Fälle in Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Nach einer Meldung aus dem Deutschlandfunk ist die Polizei bislang in fünf Bundesländern mit Süßigkeiten befasst, die mit Nadeln und anderen Metallteilen gespickt waren. Die Angaben zu den Bundesländern unterscheiden sich damit leicht, weil nicht in jeder Meldung dieselben Länder genannt werden. Gesichert ist, dass die Fälle über mehrere Regionen verteilt auftraten.

In Essen wandten sich zwei Familien nach Halloween an die Polizei, nachdem sie in Schokoriegeln und einer Weingummitüte eingestochene Nadeln entdeckt hatten. Nach Berichten aus der Region gab es am Wochenende in mehreren Bundesländern zahlreiche Fälle manipulierter Süßigkeiten. Eine Gesamtzahl der Funde nennen die vorliegenden Meldungen nicht.

Viele Polizeistellen warnen davor, Süßigkeiten, die bei Halloween gesammelt wurden, arglos zu essen. Die Polizei Essen fordert dazu auf, die Süßigkeiten vor dem Verzehr auf mögliche Einstichstellen zu überprüfen. Bei verdächtigen Feststellungen solle umgehend Kontakt zur Polizei aufgenommen werden.

Die Polizei Konstanz gibt konkrete Hinweise für den Umgang mit verdächtigen Funden. Wer verdächtige Süßigkeiten oder darin befindliche Fremdkörper entdeckt, sollte diese einschließlich der Verpackung aufbewahren und sich an das örtlich zuständige Polizeirevier wenden. Mögliche Fremdkörper sollten nach Möglichkeit nicht selbst entfernt werden, damit vorhandene Spuren erhalten bleiben.

Die Polizei Bad Segeberg rät, aufmerksam zu sein, wenn Süßigkeiten anders riechen oder anders aussehen als sonst, wenn die Verpackung beschädigt ist oder die Süßigkeit auffällig verformt wirkt. Zugleich mahnen die Beamten zur Ruhe: Nicht jeder Kopfschmerz oder jede Übelkeit müsse auf den Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten zurückzuführen sein.

Die Hinweise richten sich vor allem an Eltern, die die gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder kontrollieren sollten. Wer einen Fund macht, sollte die Polizei informieren, damit die Ermittlungen in den einzelnen Fällen vorankommen können. Ob es sich um Einzeltäter oder um zusammenhängende Vorfälle handelt, ist derzeit nicht bekannt, da die Untersuchungen noch laufen.

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Sebastian Mertens

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Wirtschaftsanalyst

Sebastian Mertens berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.