Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben einen Vorstoß an der Meerenge Bab al-Mandab abgewehrt. Die Eskalation im Jemen wird damit zunehmend zu einem Risiko für den Ölmarkt, denn durch die Meerenge am Eingang zum Roten Meer verläuft eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt. Laut der Miliz sei der Angriff auf ihre Stellungen zurückgeschlagen worden. Unabhängige Bestätigungen für diese Darstellung lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor, die Angaben lassen sich daher nicht unabhängig überprüfen.
Parallel berichten mehrere Medien über einen Raketenangriff auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens. Die Huthi-Miliz soll für diesen Angriff verantwortlich sein, der nach Berichten massive Brände auslöste. Auch zu diesem Vorfall sind die Details bislang nur eingeschränkt bestätigt. Die Meldungen zu beiden Ereignissen stammen aus unterschiedlichen Quellen, die sich in ihrer Darstellung nicht vollständig decken, weshalb die Lage vorerst als unübersichtlich gilt.
Die Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens hatte zuvor eigene Schläge gegen die Huthi-Miliz im Jemen gemeldet. Nach Berichten des Deutschlandfunks wurden dabei Raketenwerfer und Tunnelanlagen der Rebellen zerstört. Der Konflikt zwischen den Huthis und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung dauert seit Jahren an und hat sich in jüngster Zeit spürbar verschärft. Die Huthis kontrollieren weite Teile des Nordjemens, darunter die Hauptstadt Sanaa, und treten als bewaffnete Gruppe mit eigenem politischen Anspruch auf.
Für die internationale Schifffahrt bleibt die Lage angespannt. Jede Störung im Bereich von Bab al-Mandab kann Auswirkungen auf Öltransporte und Handelsrouten zwischen Asien, dem Nahen Osten und Europa haben, weil Schiffe über den Suezkanal und das Rote Meer fahren. Steigende Risiken in dieser Region wirken sich erfahrungsgemäß rasch auf die Ölpreise aus. Die weitere Entwicklung der Kämpfe und die Reaktionen der beteiligten Staaten bleiben daher aufmerksam zu verfolgen.
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