Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf dem ersten Investitionsgipfel der Bundesregierung in Berlin die Vorzüge des Wirtschaftsstandorts Deutschland betont. Investoren erhielten hier eine einzigartige Kombination aus industrieller Exzellenz, technologischer Innovation und Zugang zu einem der weltweit größten Binnenmärkte, sagte der CDU-Vorsitzende. Zugleich sagte er erneut Reformen zu, um die Bedingungen für Investitionen zu verbessern.
Merz bezeichnete die Veranstaltung als großen Erfolg. «Wir sind entschlossen, Deutschland einen großen Schub zu geben», sagte er. Insgesamt hätten die Investoren, die man getroffen und gesprochen habe, bislang rund 230 Milliarden Euro an Investitionen zugesagt. Als Beispiele nannte der Kanzler die Ankündigung von Amazon, rund 16 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Auch der US-Chiphersteller Nvidia, die deutsche Schwarz-Gruppe, der Energiekonzern RWE, die US-Investmentgesellschaft Blackstone, der US-Technologiekonzern Microsoft und der französische Pharmakonzern Sanofi gehörten zu den Unternehmen, die sich engagieren wollen. «Die Liste ist lang und umfangreich. Deutschland ist ein guter Standort für Investitionen», so Merz.
Bereits am Morgen hatte Merz darauf verwiesen, dass die Unternehmensinitiative «Made for Germany» bis 2028 mehr als 800 Milliarden Euro am Standort Deutschland investieren will. Diese Zahl war von der Initiative allerdings schon Ende September bekanntgegeben worden. Der Kanzler dankte den Investoren für ihr Vertrauen in das Land: «Wir wollen und wir werden diesem Vertrauen gerecht werden.» Die Bundesregierung werde die Bedingungen für Investitionen weiter verbessern, etwa durch weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen. Die Investorenkonferenz solle wiederholt werden.
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigte sich ebenfalls optimistisch. «Es passiert was in Deutschland. Ich würde sogar sehr klar sagen: Deutschland ist zurück», sagte er. Deutschland sei wieder auf einem Wachstumspfad. Zugleich mahnte er: «Wir müssen uns weiter anstrengen.» Strukturreformen müssten beschlossen werden.
Die Bundesregierung sieht sich durch den Gipfel bestätigt und kündigte an, die Rahmenbedingungen für Investoren weiter zu verbessern. Der Investitionsgipfel war die erste Veranstaltung dieser Art. Mit der Zusage von rund 230 Milliarden Euro durch die Gespräche und der längerfristigen Ankündigung der Initiative «Made for Germany» über mehr als 800 Milliarden Euro bis 2028 setzt die Regierung auf ein deutliches Signal für den Standort. Ob die angekündigten Reformen tatsächlich zu den erhofften Investitionen führen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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