Die USA verlangen von Israel ein entschlosseneres Einschreiten gegen Angriffe von Siedlern im Westjordanland. US-Außenminister Marco Rubio reagierte damit auf ein Video, das einen Angriff auf eine amerikanische Fotojournalistin dokumentiert. Die Aufnahmen hätten die Diskussion über die Sicherheit von Journalisten und die Verantwortung der israelischen Behörden in dem Gebiet erneut angefacht, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» in ihrem Nahost-Liveblog.
Rubio forderte Israel auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen und die Sicherheit von Journalisten und Zivilisten zu gewährleisten. Die US-Regierung hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt auf die wachsende Gewalt durch radikale Siedler im Westjordanland hingewiesen. Der jüngste Vorfall mit der amerikanischen Staatsbürgerin verleiht der Forderung zusätzlichen Nachdruck, da nun eine US-Bürgerin betroffen ist.
Die Gewalt im Westjordanland hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Siedlerangriffe auf palästinensische Gemeinden, aber auch Übergriffe auf Journalisten und Aktivisten sorgen international für Besorgnis. Die israelische Regierung steht unter Druck, gegen solche Taten vorzugehen, während gleichzeitig die Sicherheitslage in der Region angespannt bleibt. Wie die israelischen Behörden auf die jüngste Forderung aus Washington reagieren, ist bislang nicht bekannt.
Unterdessen meldet das saudische Militär, dass zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgefangen wurden. Nach eigenen Angaben konnte die Luftabwehr die Geschosse rechtzeitig abfangen. Der Jemen wird seit Jahren von einem Bürgerkrieg geprägt, in dem die Huthi-Miliz wiederholt Raketen und Drohnen in Richtung Saudi-Arabien abgefeuert hat. Die jüngsten Abschüsse unterstreichen die anhaltende Bedrohung für die Region.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erregt ein Vorfall in der Straße von Hormus. Ein iranischer Supertanker soll dort auf eine Seemine gefahren sein. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen für den internationalen Öltransport. Zwischenfälle in dieser Region haben in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen und Preisschwankungen an den Energiemärkten geführt. Details zu dem Vorfall und möglichen Folgen wurden zunächst nicht bekannt.
Die Entwicklungen zeigen, wie eng die Konflikte im Nahen Osten miteinander verflochten sind. Die US-Forderung an Israel, die Gewalt im Westjordanland einzudämmen, fällt in eine Phase, in der die Region ohnehin mit militärischen Auseinandersetzungen und Sicherheitsrisiken zu kämpfen hat. Beobachter warten nun darauf, ob die israelische Regierung konkrete Maßnahmen ankündigt oder ob es bei diplomatischen Appellen bleibt.
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