US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen, die für Dezember geplante Militärhinrichtung in Texas per Livestream zu übertragen. «Ich war nicht involviert in die Entscheidung, aber ich verstehe die Entscheidung», sagte Trump am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse im Bundesstaat New York in einem vom Weißen Haus verbreiteten Video. Zuvor hatte er noch bekräftigt, die Hinrichtung genehmigt zu haben.
Trump erklärte weiter, die Verantwortlichen wollten mit der öffentlichen Übertragung ein Zeichen setzen. «Sie wollen das machen, weil sie ein Exempel statuieren wollen», sagte er. «Ich nehme an, sie wollen, dass es als Beispiel dient, und das kann ich sehr gut nachvollziehen.»
Die Hinrichtung soll am 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas stattfinden. Nach Angaben von US-Medien wäre es die erste Militärhinrichtung in den Vereinigten Staaten seit mehr als 60 Jahren. Hingerichtet werden soll der zum Tode verurteilte Attentäter Nidal Hasan, ein ehemaliger Militärpsychiater. Er hatte im Jahr 2009 auf dem Stützpunkt 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt.
Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Livestream-Übertragung zuvor bestätigt. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. «Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben», so der Minister. Die Bestätigung erfolgte über die Plattform X.
Die geplante Übertragung wirft zahlreiche Fragen auf. Unklar ist bislang, ob es Zugangsbeschränkungen geben wird, um zu verhindern, dass beispielsweise Kinder die Hinrichtung verfolgen können. Auch die genauen Modalitäten der Übertragung und die Frage, wer live zugeschaltet werden darf, sind noch offen.
Die Entscheidung für einen Livestream einer Militärhinrichtung ist in den USA bislang ohne Beispiel in der jüngeren Geschichte. Militärhinrichtungen wurden zuletzt vor mehr als sechs Jahrzehnten vollstreckt. Der Fall Hasan hatte 2009 international für Aufsehen gesorgt, als der damalige Militärpsychiater auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer eröffnete. Er wurde später zum Tode verurteilt.
Trump hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für die Vollstreckung von Todesurteilen ausgesprochen. Seine jetzige Aussage, nicht in die Livestream-Entscheidung involviert gewesen zu sein, steht im Kontrast zu seiner früheren Bestätigung, die Hinrichtung genehmigt zu haben. Eine offizielle Erklärung des Weißen Hauses zu den widersprüchlichen Angaben lag zunächst nicht vor.
Die Hinrichtung soll auf dem Militärstützpunkt Fort Hood stattfinden, der zu den größten militärischen Einrichtungen der USA zählt. Der genaue Ablauf und die Frage, ob Medienvertreter zugelassen werden, sind noch nicht abschließend geklärt. Beobachter rechnen mit einer kontroversen Debatte über die öffentliche Zugänglichkeit von Hinrichtungen.
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