US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar, den Briefing Room im Weißen Haus dichtzumachen und an seiner Stelle ein Schwimmbad einzurichten. Das berichtet die «New York Times». Der Raum, in dem normalerweise Pressekonferenzen des Weißen Hauses stattfinden, könnte damit seine bisherige Funktion verlieren. Eine offizielle Bestätigung für die Pläne gibt es bislang nicht.

Die Überlegungen fallen in eine Zeit, in der das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und Teilen der Medienlandschaft ohnehin angespannt ist. Bereits zuvor hatte Trump einzelne Medien von der Berichterstattung ausgeschlossen. Der Bericht über den möglichen Umbau des Briefing Rooms deutet darauf hin, dass das Weiße Haus unter Trump noch stärker als bisher eigene Vorstellungen davon durchsetzen könnte, wie und wo die Presse Zugang zur Regierung erhält.

Der Briefing Room ist seit Jahrzehnten ein zentraler Ort der politischen Berichterstattung in Washington. Von dort aus informieren Regierungssprecher und hochrangige Beamte die Öffentlichkeit über Entscheidungen des Präsidenten. Sollte der Raum tatsächlich zu einem Schwimmbad umgebaut werden, wäre das ein symbolträchtiger Schritt. Kritiker könnten darin den Versuch sehen, die traditionelle Rolle der Presse im Weißen Haus weiter zurückzudrängen.

Unklar ist bislang, wie konkret die Pläne sind und ob es bereits einen Zeitplan gibt. Auch die Kosten eines solchen Umbaus sind nicht bekannt. Die «New York Times» beruft sich auf nicht näher genannte Quellen. Weder das Weiße Haus noch Trump selbst haben sich öffentlich zu dem Bericht geäußert.

Der mögliche Umbau ist nicht der einzige Vorgang, der derzeit für Aufmerksamkeit sorgt. Vor der Wahl in Israel sind sich Trump und sein Vizepräsident uneinig. Zudem hat Florida einen Haftbefehl gegen einen ehemaligen Machthaber erlassen. Diese Entwicklungen zeigen, wie eng außenpolitische Fragen und innenpolitische Debatten in den USA derzeit miteinander verknüpft sind.

Für die Medienlandschaft in Washington wäre ein Ende des Briefing Rooms ein Einschnitt. Der Raum ist nicht nur Arbeitsort für Journalisten, sondern auch Kulisse für Fernsehübertragungen in alle Welt. Eine Umwandlung in ein Schwimmbad würde das Bild des Weißen Hauses als Ort der offenen Information verändern. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten.

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Sebastian Mertens

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Wirtschaftsanalyst

Sebastian Mertens berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.