US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zur neuen Pressesprecherin des Weißen Hauses ernannt. Trump lobte Zacharia am Freitag auf seiner Plattform Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung und zeigte sich überzeugt, dass sie «starke Ergebnisse für unser Land erzielen» werde. Zacharia tritt die Nachfolge von Karoline Leavitt an, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte.
Leavitt hatte ihren Rücktritt damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes stärker auf ihre Familie konzentrieren wolle. Die damals noch nicht 30-Jährige war seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit die jüngste Pressesprecherin des Weißen Hauses überhaupt gewesen. In einer Erklärung verwies sie auf die Doppelbelastung als Mutter zweier kleiner Kinder und als Sprecherin des Präsidenten. Sie habe die «bittersüße Entscheidung» getroffen, das Weiße Haus zu verlassen, weil sie nicht die beste Mutter sein könne, die ihre Kinder verdienten, wenn sie die nötige Zeit und Energie für das Amt aufbringe. Trump hatte den Abgang rund zwei Wochen vorher überraschend verkündet und erklärt, er verstehe und respektiere diesen Schritt «voll und ganz».
Zacharia ist derzeit als Kommunikationsberaterin bei Trumps Medienunternehmen Trump Media and Technology Group tätig, das die Plattform Truth Social betreibt. Zuvor war sie für kurze Zeit als stellvertretende Sprecherin im US-Heimatschutzministerium beschäftigt. Bekanntheit erlangte sie zudem als regelmäßige Kommentatorin bei konservativen Fernsehsendern wie Fox News und Newsmax. Trump hob in seiner Ankündigung ihre Arbeit für seine Präsidentschaftskampagnen hervor, darunter ihren Einsatz in besonders umkämpften Bundesstaaten. «Sie hat sich von Anfang an als treue und brillante Unterstützerin erwiesen und genießt eine makellose Erfolgsbilanz», schrieb der Präsident.
Die im Bundesstaat Kalifornien lebende Zacharia schloss an der christlichen Pepperdine University in Malibu einen Bachelorstudiengang in Politik- und Staatswissenschaften ab und ist Absolventin der Pepperdine Caruso School of Law. Mit ihrer Ernennung übernimmt sie eine der sichtbarsten Funktionen in der US-Regierung. Das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses steht im Zentrum der täglichen Auseinandersetzung mit den Medien und genießt hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Leavitt hatte sich in dieser Rolle mit ihrer Scharfzüngigkeit einen Namen gemacht und fragende Journalisten oft heftig gerügt sowie den Medien die Verbreitung von Falschinformationen vorgeworfen.
Die Personalie fällt in eine Phase, in der Trump seine Regierungsmannschaft weiter auf Linientreue ausrichtet. Zacharia gilt als überzeugte Unterstützerin des Präsidenten und als erfahrene Kommunikatorin in konservativen Medienkreisen. Beobachter erwarten, dass sie den konfrontativen Kurs ihrer Vorgängerin gegenüber kritischen Journalisten fortsetzen wird. Wann Zacharia ihr Amt offiziell antreten wird, ließ Trump in seiner Ankündigung zunächst offen.
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