US-Präsident Donald Trump hat seine erst vor wenigen Tagen nominierte Pressesprecherin Katie Zacharia bereits wieder entlassen. Zuvor hatte Trump ihr nach eigenen Angaben nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. Die Entscheidung fiel, nachdem Zacharia wegen Zweifeln an ihrer beruflichen Qualifikation und eines misslungenen ersten Auftritts vor der Presse unter Druck geraten war.
Trump hatte Reportern vor dem Weißen Haus gesagt, er habe Zacharia geraten, ihre Position zu überdenken. «Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen», so der Präsident. Ob sie im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen. Er wolle, dass sie glücklich sei, und werde ihre Entscheidung unterstützen. Wenige Tage später ist sie nun nicht mehr im Amt.
Zacharia hatte das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses erst vor wenigen Tagen angetreten. Ihr erster Auftritt vor der Presse war von Versprechern und einem ungewöhnlich schnellen Ende nach nur wenigen Fragen geprägt. Anschließend geriet sie wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte US-Medien zufolge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt, obwohl sie die entsprechende Zulassungsprüfung nicht bestanden hatte. Dies räumte sie inzwischen selbst ein.
Trump beklagte wiederholt den Umgang der Medien mit seiner Sprecherin. Sie habe in den vergangenen Tagen gelitten, sagte er. Auch der konservative Sender Fox News sei mit ihr hart umgegangen. Auf die Frage eines Reporters, ob er gerne vor ihrer Anstellung von der nicht bestandenen Prüfung gewusst hätte, ging Trump nicht direkt ein. Stattdessen betonte er, Zacharia habe einen schwierigen Start gehabt. Ihre Vorgängerin Karoline Leavitt habe ihre Arbeit sehr gut gemacht. Auch Zacharia könnte dies seiner Einschätzung nach noch schaffen – dazu kam es jedoch nicht mehr.
Die Entlassung fällt in eine Phase, in der Trump ohnehin viel Personalwechsel im Weißen Haus vornimmt. Die schnelle Ablösung der Pressesprecherin wirft erneut ein Schlaglicht auf die Instabilität in der Kommunikationsabteilung des Präsidialamts. Beobachter in Washington sehen darin ein weiteres Zeichen für die hohe Fluktuation in zentralen Positionen der US-Regierung.
Für die Öffentlichkeitsarbeit des Weißen Hauses bedeutet der erneute Wechsel eine weitere Unterbrechung. Die Pressestelle muss nun kurzfristig neu besetzt werden, während die Regierung mit zahlreichen außen- und innenpolitischen Themen befasst ist. Wie es mit der Besetzung weitergeht, ist bislang nicht bekannt.
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