Zehn Tage vor den Zwischenwahlen in den USA hat sich der frühere Präsident Barack Obama massiv in den Wahlkampf eingeschaltet. Bei Auftritten in Cleveland und Detroit griff er seinen Nachfolger Donald Trump scharf an. Obama warf dem republikanischen Präsidenten Korruption vor und verspottete dessen Politik.
Die Demokraten setzen im Wahlkampf um die Midterms auf prominente Unterstützung. Obama, der nach zwei Amtszeiten im Weißen Haus als einer der populärsten Politiker seiner Partei gilt, trat dabei gezielt gegen den Amtsinhaber an. Mit seinem Auftritt in Ohio zeigte er, dass die Partei den Wahlkampf in wichtigen Regionen des Landes mit ihren bekanntesten Stimmen führen will.
Besonders süffisant fiel Obamas Kritik an Trumps Einrichtungsgeschmack aus. In Ohio machte sich der frühere Präsident über die Gestaltung des Weißen Hauses unter seinem Nachfolger lustig. Zugleich stellte er Trumps politische Linie grundsätzlich in Frage und sprach von Korruption im Regierungshandeln.
Die Zwischenwahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung Trump. Sie entscheiden darüber, wer künftig im Repräsentantenhaus und im Senat die Mehrheit stellt. Mit der scharfen Wortwahl Obamas ist der Wahlkampf in seine entscheidende Phase eingetreten, in der beide Lager ihre Anhänger zu mobilisieren versuchen.
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