Katie Zacharia hat ihren ersten Auftritt als Sprecherin von US-Präsident Donald Trump absolviert und die Pressekonferenz bereits nach 14 Minuten beendet. Wie mehrere US-Medien berichten, blieb dabei eine Antwort auf eine wichtige Frage zum Ukraine-Krieg aus. Fragen durften nur wenige Journalisten stellen.

Die neue Sprecherin des Weißen Hauses steht nach diesem ersten Auftritt bereits in der Kritik – und zwar aus den eigenen Reihen. Beobachter bemängeln, dass sie kaum frei spricht, sich verhaspelt und sich einen auffälligen Versprecher leistete. Dabei wird sie mit einem früheren Trump-Sprecher verglichen, der nach wenigen Tagen entlassen wurde. Die Pressekonferenz dauerte insgesamt nur 14 Minuten, ein für derartige Auftritte ungewöhnlich kurzer Zeitraum.

Zacharia ist keine unbekannte Figur im Umfeld des US-Präsidenten. Vor ihrer Ernennung zur Sprecherin machte sie Schlagzeilen mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien über Michelle Obama und Hillary Clinton. Nun spricht sie für Donald Trump – ein Wechsel, der in den USA für Aufsehen sorgt. Die erste Pressekonferenz sollte ihre neue Rolle definieren, doch die knappe Dauer und die eingeschränkten Fragen lassen offen, wie sie ihre Aufgabe künftig ausfüllen will.

Die fehlende Antwort zum Ukraine-Krieg wiegt besonders schwer, da der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zu den zentralen außenpolitischen Themen der USA gehört. Eine klare Positionierung der Sprecherin zu diesem Konflikt blieb aus. Stattdessen endete der Auftritt nach wenigen Minuten, ohne dass die wichtigsten Fragen der Journalisten beantwortet wurden.

Die Kritik aus den eigenen Reihen ist bemerkenswert, da sie nicht von politischen Gegnern, sondern aus dem Umfeld des Präsidenten selbst kommt. Der Vergleich mit einem früheren Sprecher, der nach wenigen Tagen gehen musste, zeigt, wie hoch die Erwartungen an das Amt sind. Ob Zacharia diese Erwartungen erfüllen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Der Auftritt fällt in eine Phase, in der die USA außenpolitisch stark gefordert sind. Neben dem Ukraine-Krieg beschäftigen die Regierung auch die Lage im Nahen Osten und die Beziehungen zu Verbündeten. Eine Sprecherin, die in der Öffentlichkeit kaum frei spricht und Fragen nur eingeschränkt zulässt, könnte die Kommunikation des Weißen Hauses erschweren. Die erste Pressekonferenz hat jedenfalls mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.

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Sebastian Mertens

Autor

Wirtschaftsanalyst

Sebastian Mertens berichtet für Waldshut Zeitung über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.