Der SC Freiburg muss im Conference-League-Spiel bei der AS Monaco auf Philipp Lienhart verzichten. Der 30 Jahre alte Innenverteidiger fällt aus Gründen der Belastungssteuerung aus, wie ein Clubsprecher vor der Partie am Donnerstagabend mitteilte. Für Lienhart dürfte Max Rosenfelder in die Startelf rücken. Der 23-Jährige hatte bereits beim Europapokal-Auftakt gegen FK Jablonec von Beginn an gespielt.
Trainer Julian Schuster kündigte an, seine Startelf auch in Monaco kräftig durcheinanderzuwirbeln. «Die Voraussetzungen sind da, um möglicherweise auch wieder frische Kräfte dann ins Spiel zu bringen», sagte er. Der Coach hat mehrere Möglichkeiten zur Rotation, denn bereits am Sonntag steht im Liga-Topspiel gegen Tabellenführer FC Bayern München der nächste Kraftakt an. Dort benötigt Schuster wieder seine stärkste Formation.
Respekt hat der Freiburger Trainer vor dem Gegner AS Monaco. Der Club sei für ihn ein «absoluter Traditionsverein», der viele namhafte Spieler wie Kylian Mbappé oder Thierry Henry zu Profis gemacht habe. «Die Liste ist relativ lang», so Schuster. Monaco sei «ähnlich wie wir eben auch für eine gute Jugendarbeit bekannt, dass sie Spieler aus- und weiterbilden». Der achtmalige französische Meister war mit einem 2:1-Sieg bei ZSKA Sofia in die Conference League gestartet, kassierte aber am vergangenen Wochenende wie die Freiburger (1:2 in Leverkusen) seine erste Saisonniederlage. Ohne den gesperrten U21-Nationalspieler Paris Brunner unterlag Monaco dem FC Lorient mit 0:1 und rutschte in der Ligue 1 vom ersten auf den fünften Platz ab.
Für Freiburg gilt es, nach der Niederlage in Leverkusen wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die Partie in Monaco wird am Donnerstag um 21.00 Uhr angepfiffen und ist bei RTL und Sky zu sehen. Schuster kann personell aus dem Vollen schöpfen, lediglich Lienhart fehlt. Der Innenverteidiger war zuletzt gesetzt, nun erhält Rosenfelder wohl die Chance, sich erneut zu beweisen. Bereits gegen Jablonec hatte der Youngster überzeugt, als Freiburg einen 3:2-Erfolg einfuhr.
Die Rotation könnte auch andere Positionen betreffen. Schuster ließ offen, welche Spieler er schonen wird, um für das Duell mit den Bayern gerüstet zu sein. Die Belastungsteuerung ist ein wichtiger Faktor in der englischen Woche. Nach dem Europapokalspiel in Monaco bleibt nur wenig Zeit zur Regeneration, ehe am Sonntag der Rekordmeister im eigenen Stadion gastiert. Die Freiburger Verantwortlichen setzen darauf, dass der breite Kader die Doppelbelastung auffangen kann.
Monaco hingegen will nach der Heimniederlage gegen Lorient eine Reaktion zeigen. Der französische Club hat in der Conference League bereits drei Punkte auf dem Konto und möchte die Tabellenführung in der Gruppe behaupten. Für Freiburg ist es das zweite Gruppenspiel, nachdem man gegen Jablonec einen knappen Sieg errungen hatte. Ein Auswärtserfolg in Monaco wäre ein wichtiger Schritt in Richtung K.o.-Runde.
Die Partie verspricht Spannung, treffen doch zwei Mannschaften aufeinander, die auf junge Talente setzen. Während Freiburg mit Rosenfelder einen Spieler aus den eigenen Reihen in die Startelf bringen dürfte, setzt Monaco ebenfalls auf Nachwuchskräfte. Schuster betonte, dass der Respekt vor dem Gegner groß sei, man aber mit Selbstvertrauen nach Monaco reise. Die Mannschaft habe in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen könne.
Für Lienhart bedeutet die Pause eine Verschnaufpause, die ihm im Hinblick auf das Bayern-Spiel zugutekommen soll. Der Innenverteidiger war zuletzt stark belastet und soll für das Topspiel am Sonntag geschont werden. Ob er dann wieder in die Startelf zurückkehrt, ließ Schuster offen. Die Entscheidung werde kurzfristig fallen, hieß es aus dem Verein.
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