Der Absturz eines zweisitzigen Ultraleichtflugzeugs in einem Weinberg bei Gundelsheim im Kreis Heilbronn hat zwei Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei mitteilt, ist die Identität der beiden Opfer noch nicht zweifelsfrei geklärt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um einen Mann und seinen Sohn aus Thüringen. Der 38 Jahre alte Sohn soll die Maschine geflogen haben. Die Polizei konnte diese Angaben zunächst nicht bestätigen.
Zur Identifizierung der Leichen müssen DNA-Proben genommen und abgeglichen werden, sagte ein Sprecher. Gegebenenfalls werden auch die Zahnschemata der Opfer mit den Vorlagen ihrer Zahnärzte verglichen. Die Polizei rechnet damit, dass es innerhalb dieser Woche Ergebnisse gibt. Die Leichen waren bereits am Sonntag geborgen worden.
Klar ist inzwischen, dass die beiden Insassen am Sonntag am Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben im Ilm-Kreis gestartet sind. Ein Sprecher bestätigte den Start, der genaue Zeitpunkt war zunächst nicht bekannt. Kurz vor 12 Uhr kündigte das Flugzeug beim Flughafen Gundelsheim eine baldige Landung an. Aus unbekannten Gründen startete die Maschine jedoch durch, streifte einen Zaun und stieß gegen einen Baum. Anschließend stürzte das Ultraleichtflugzeug im Weinberg ab und ging in Flammen auf.
Bis geklärt ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte, werden wohl Wochen vergehen. Die Polizei hat einen externen Sachverständigen hinzugezogen, dessen Gutachten abgewartet werden muss. Unter anderem müssen das Flugzeugwrack untersucht und der Flugschreiber ausgewertet werden. Das Registrierungskennzeichen des Ultraleichtflugzeugs war nach dem Absturz durch das Feuer nicht mehr zu erkennen. Die Trümmerteile wurden am Sonntagabend eingesammelt und zum örtlichen Bauhof gebracht.
Es ist bereits der zweite Absturz eines Kleinflugzeugs im Südwesten binnen eines Monats. Erst vier Wochen zuvor war eine Maschine nahe einem Flugplatz bei Weinheim im Grenzgebiet zu Hessen abgestürzt. Auch dabei gab es zwei Tote. Ob ein Flugfehler oder ein technischer Defekt vorlag, sollen weitere Untersuchungen klären.
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